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    HAFENLOHR

    „Boach in Flamme“ ist tot, es lebe der „Feuerzauber“

    Die Wettervorhersage verfolgt Charly Fischer gerade ganz genau. Der Hafenlohrer bereitet sich auf den „Feuerzauber 2018“ vor, bei dem am Samstag, 1. September, zu seiner ausgewählten Musik ein Feuerwerk gezündet wird und es hoffentlich nicht regnet. Zum fünften Mal widmet er sich dieser Aufgabe, aber doch ist diesmal vieles anders – und beinahe wäre es gar nicht dazu gekommen.

    2016 als Ende des „Boach in Flamme“

    Vor zwei Jahren hieß die Veranstaltung in Hafenlohr noch „Boach in Flamme“ und war ganz in Fischers Hand. „Es war schon damals für mich eine Zitterpartie“, sagt Charly Fischer – auch was das Wetter angeht, aber ebenso in finanzieller und organisatorischer Hinsicht. Von dem 30-Mann-Team seien damals auch einige abgesprungen, so Fischer, sodass er nach „Boach in Flamme“ im Jahr 2016 die immer gut besuchte Veranstaltungsreihe eigentlich beenden wollte.

    Doch in einer Sitzung des VfB Hafenlohr kam die Idee auf, dass der Verein die Feuerwerksshow veranstalten könnte. „Rainer Obmann vom Vorstand hat mich dann gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, da wieder mitzumachen“, erzählt Charly Fischer. Und das konnte er.

    Neuer Platz für das Feuerwerk

    Schon in den Jahren zuvor war es immer aufwendiger, „Boach in Flamme“ an der Hafenlohr durchzuführen, auch was die Auflagen betrifft. Ein neuer Platz wurde mit dem VfB Hafenlohr als Veranstalter in diesem Jahr schnell gefunden – der Sportplatz. „Das ist viel besser dort“, sagt Fischer, „wir haben viel mehr Platz und können die ganze Infrastruktur wie zum Beispiel die Toiletten nutzen.“ Der neue Platz – am Main, nicht mehr „am Boach“, der Hafenlohr – führte zu einer Namensänderung: „Feuerzauber 2018“ heißt es in diesem Jahr.

    Gemeinsame Dramaturgie von Musik und Feuer

    Für Charly Fischer bleibt nur noch die Aufgabe, die Musik für das pyrotechnische Gesamtkunstwerk auszuwählen. Wobei „nur“ dem Ganzen nicht ganz gerecht wird. „Ein Jahr lang habe ich an der Musik getüftelt“, sagt der Hafenlohrer. Nicht Vollzeit, aber immer wieder hat Musikstücke angehört, verworfen, ausgewählt. „Das Stück muss sich in die Dramaturgie des Feuerwerks einfügen“, erklärt der Hafenlohrer, und beim Hören hat er immer versucht sich das vorzustellen – manche Stücke hat er darum mehr als 100-mal angehört. Immer wieder traf er sich auch mit Pyrotechniker Jürgen Mattis von der Firma „Franken-Pyro“ aus Steinfeld, der sich spätestens mit dem von allen Seiten gelobten Abschlussfeuerwerk in diesem Jubiläumsjahr der Laurenzi-Messe im Raum Marktheidenfeld einen Namen gemacht hat.

    Es war ein Hin und Her zwischen dem Musikverantwortlichen Fischer und dem Pyrotechniker Mattis. Dann wurde der grobe Ablauf der diesjährigen Show besprochen. „Die Feinheiten, wie und wann sowie welche Feuerwerkskörper und Vulkane eingesetzt werden, erarbeiten dann Julia und Jürgen Mattis“, so der Hafenlohrer.

    Ein normales Feuerwerk sei das aber nicht. „Ein Feuerwerk ist ein Feuerwerk. Bei Laurenzi hat Jürgen da in zwölf Minuten voll geschossen“, erklärt Fischer. Was am Samstag passieren wird, sei etwas ganz anderes, nämlich ein Feuerzauber über eine dreiviertel Stunde. Da werden passend zur Musik Feuerwerkskörper in den Himmel geschossen und Pyro-Effekte gezündet, mal mehr, mal weniger, dazu gibt es noch eine Feuershow.

    Shuttlebus und Beach-Party

    Vor dem Feuerwerk hat der VfB Hafenlohr ein buntes Rahmenprogramm „für Jung und Alt“ zusammengestellt, sagt der Hafenlohrer. Eine Hüpfburg, Cocktailbar und sogar eine Beach-Party, für die eigens einige Tonnen Sand angefahren werden, werde es geben.

    Ab 17 Uhr können die Besucher auf das Sportgelände. Eintritt kostet der Feuerzauber nicht, „aber es wäre schön, wenn die Leute was spenden würden“, sagt Fischer. Mädchen mit Spendeneimern würden herumlaufen. Stände mit Bier und Wein gibt es auch, so Charly Fischer. Um guten Gewissens etwas zu trinken und auch um die Parkplatzsituation zu entspannen, empfiehlt Fischer, den Shuttlebus zu nutzen. „Das machen wir zum ersten Mal, wir wollen mal sehen, wie es ankommt.“ Der Bus fährt die umliegenden Ortschaften zu drei Zeiten vor dem Feuerzauber an, und nach der Show zu zwei Zeiten wieder zurück. 1,50 Euro kostet eine Fahrt mit dem Shuttlebus. „Bequemer geht es nicht. Ohne Auto, ohne Parkplatzsuche entspannt ankommen“, meint Fischer.

    Shuttlebus zum Feuerzauber nach Hafenlohr

    Für die umliegenden Ortschaften ist ein Shuttlebus von und zur Brücke in Hafenlohr eingesetzt. Die Zeiten für die Rückfahrt haben sich kurzfristig noch mal geändert. Ein Fahrt kostet 1,50 Euro.

    Abfahrt Rothenfels Kirche: 17, 18 und 19 Uhr; Rothenfels Friedhof: 17.05, 18.05 und 19.05 Uhr; Bergrothenfels Ortsmitte: 17.15, 18.15 und 19.15 Uhr; Windheim alter Dreschplatz: 17.20, 18.20 und 19.20 Uhr; Windheim Kirche: 17.25, 18.25 und 19.25 Uhr; Ausstieg Hafenlohr Brücke: 17.30, 18.30 und 19.30 Uhr.

    Abfahrt Marienbrunn Ortsmitte: 17.35, 18.35 und 19.35 Uhr; Glasofen Ortsmitte: 17.40, 18.40 und 19.40 Uhr; Glasofen Kirche: 17.45, 18.45 und 19.45 Uhr; Marktheidenfeld ZOB: 17.55, 18.55 und 19.55 Uhr; Ausstieg Hafenlohr Brücke: 18, 19 und 20 Uhr.

    Rückfahrten ab Hafenlohr Brücke: 22.15 Uhr und 23.30 Uhr nach Windheim und Bergrothenfels und Rothenfels. 22.45 und 0 Uhr nach Marktheidenfeld, Glasofen und Marienbrunn.

     

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