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    Halsheim

    Brücke über die Wern wird saniert

    Die Wernbrücke bei Halsheim ist schadhaft und soll bis Herbst diesen Jahres saniert werden. Foto: Günter Roth

    Seit Jahren ist die alte Bogenbrücke über die Wern in sehr schlechtem Zustand. Teilweise fehlen Steine, die Fahrbahn ist marode, Stützbretter verschandeln den Anblick zusätzlich, beklagte der Halsheimer Stadtrat Christian Völker als Moderator in seinem Heimatort beim Bürgerdialog mit den Arnsteiner Stadträten und dem Bürgermeister Franz-Josef Sauer. Neben der schadhaften Brücke wurden noch die Hochwassersituation, der Wendeplatz am östlichen Ortsausgang und das künftige Dorfgemeinschaftshaus angesprochen. Rund 80 Personen hatten sich dazu eingefunden.

    Eigentlich sollte die Brücke schon 2015 saniert werden, doch es kam immer wieder zu Verschiebungen. In den nächsten Wochen soll es losgehen. Die baulichen Grundlagen der 3,70 Meter breiten Brücke werden nicht verändert, sondern für eine Belastung von bis zu zwölf Tonnen sicher befahrbar gemacht. Dabei sind lockere Elemente abzutragen und neu einzusetzen, dazu kommen eine Betonauflage und wegen der niedrigen Brüstung ein Geländer. Das schadhafte Sträßlein zum Radweg wird erneuert und die dortige Einmündung verbessert. Während der Bauzeit wird ein provisorischer Fußgängersteg errichtet. Wenn alles gut geht, soll die Brücke zum großen Fest der 1250-Jahrfeier im September fertig sein, machte der Bürgermeister Halsheimern Mut.

    Auch das Wasser macht Probleme

    Probleme macht im Dorf aber auch das Wasser. Einmal ist es zu wenig, wenn die Feuerwehr Löschwasser aus der Wern entnehmen will. Auch der Zugang bei der Werthgasse ist extrem eng. Bei Starkregen hingegen werden sowohl die Kanäle als auch die Entwässerungsgräben oftmals zu reißenden Strömen, sodass das Wasser aus den Gullydeckeln schießt und gelegentlich auch diese aushebt. Dann wird der kleine Weg zur Wern nicht nur mit Wasser, sondern auch mit allerlei Unrat und Ungeziefer aus der Kanalisation überschwemmt.

    Grund dafür ist für Bürgermeister Sauer das hohe Alter der Entwässerungsanlagen Halsheim aus den 1960er-Jahren. Deshalb müssten jetzt nach über 50 Jahren die Leitungsquerschnitte eruiert werden. Im Verlauf des Baus der B26n gebe es zudem die Chance, in ein Dorferneuerungsverfahren aufgenommen zu werden, bei dem dann die Probleme umfassend gelöst werden könnten. Bezüglich der Regenrückhaltesysteme und deren Zuleitungen zum Vorfluter Wern werde eher nach Lösungen gesucht.

    Der Wendeplatz am Ortsausgang in Richtung Müdesheim ist eigentlich für den Schulbus gedacht, der täglich die Grundschüler nach Thüngen befördert. Allerdings ist der Platzradius zu klein und die Fahrbahn zu schmal, der Belag marode. Außerdem wird der Platz oft unberechtigt als Parkplatz für Lastzüge zweckentfremdet.

    Bürger fragen nach Urnengräbern

    Noch keinen Durchbruch gibt es für das Dorfgemeinschaftshaus im ehemaligen Rathaus. Es wurde eine Machbarkeitsstudie erstellt und die Zuschussanträge laufen, doch muss noch das konkrete Nutzungskonzept geschärft werden. Der Halsheimer Stadtrat Otto Weißenberger forderte hier stärkeren Nachdruck: "Wir stehen Gewehr bei Fuß, und nichts geht voran". Handlungsbedarf gibt es auch am Friedhof, wo die Bürger vermehrt Urnengräber nachfragen. Wohin mit dem Grünabfall von den Gräbern? Für eine Containerabholung an der Friedhofsmauer ist die Zufahrt nicht geeignet. Der Bürgermeister brachte mehrere reguläre Grünguttonnen ins Spiel, die allerdings dann zu den Abfuhrterminen jeweils bereitgestellt werden müssten.

    Auch in Halsheim ist die "Bauplatznot" virulent. Doch Bürgermeister Sauer blieb seiner Devise treu: Innenentwicklung vor außen, Lückenschluss und bestenfalls die Abrundung bestehender Baugebiete. Gut 200 freie Bauplätze gebe es im Stadtgebiet von Arnstein, nur seien die eben nicht zu verkaufen. Man müsse stattdessen konsequent den Leerstand im Altort angehen, auch den landwirtschaftlichen, wenn alte, ungenutzte Scheunen umgebaut oder für Neubauten abgerissen würden. Möglicherweise könne die geplante Änderung der Grundsteuer für ungenutzte Bauplätze hier etwas Linderung verschaffen. Im übrigen wies er auch auf das kommende Programm der "Integrierten ländlichen Entwicklung" - ILE hin, die einen Förderfonds für innerörtliche Bauvorhaben auflegen will.

    Zum Abschluss des Bürgerdialogs wies Stadtrat Otto Weißenberger erneut auf die diesjährige 1250-Jahrfeier hin. Durch die Urkunde aus dem Jahr 770 sei Halsheim der älteste urkundlich erwähnte Weinort Unterfrankens. Neben verschiedenen Veranstaltungen wird es im September eine große Jubiläumsfeier geben.

    Das ehemalige Rathaus soll zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaut werden. Zurzeit werden Förderanträge gestellt. Foto: Günter Roth

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