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    Arnstein

    Bürger wünschen sich Radwege in die Ortsteile

    Die ruhige, fast schon harmonische Bürgerversammlung in der Arnsteiner Stadthalle mit gut 250 Interessenten war vom fachlich kompetenten Vortrag des Bürgermeisters Franz-Josef Sauer und konstruktiven Beiträgen, aber auch kritischen Fragen der Bürger geprägt.

    Nachgefragt wurde bezüglich des Parkplatzmanagements wegen der jetzt wegfallenden Parkuhren, aber auch wegen der Abwägung Behinderten-Parkplätze anstellen von Straßendekoration in der Goldgasse. Ein Bürger regte zusätzliche Ladestationen für Elektroautos an, ein anderer wollte deutlich mehr Nachdruck seitens der Stadt, um die Deutsche Bahn zu bewegen, auch in Arnstein wieder Personenzüge halten zu lassen.

    Was geschieht mit dem "Alten Krankenhaus" in der Schwebenrieder Straße fragte ein anderer. Sauer antwortete, das Gebäude werde beim Gesamtkonzept des Schulgeländes mit bewertet und eingestuft. Angemahnt wurde der Ausbau gut nutzbarer Radwege in die Ortsteile wie Büchold und Schwebenried und die Einrichtung einer Mitnahmebank in der Stadt.

    Aufhorchen ließ die Anfrage eines Bürgers wegen der öffentlichen Toiletten am zentralen Bushalteplatz, die fast immer abgeschlossen seien. Hier musste Bürgermeister Sauer auf eine Vielzahl von Missbrauchsfällen hinweisen. Die beiden Toiletten seien fast schon regelmäßig so widerlich und offensichtlich vorsätzlich verschmutzt worden, dass man niemandem mehr deren Reinigung zumuten könne. Deshalb seien beide Anlagen abgeschlossen. Gegenwärtig suche man nach verträglichen Lösungen.

    Die Stadt Arnstein hatte am Ende vergangenen Jahres 8100 Einwohner, wovon 3000 auf die Kernstadt entfallen, berichtete zudem der Bürgerversammlung. In diesem Jahr standen bislang 59 Geburten 38 Sterbefälle gegenüber. An den drei Volksschulen werden insgesamt 340 Schüler unterrichtet, die sieben Kindergärten werden von 345 Kindern besucht. In den 168 Betrieben der Stadt sind fast 2000 Menschen beschäftigt, es gibt 1126 Einpendler und 2753 Auspendler.

    Finanziell steht die Stadt zurzeit recht gut da. Der Gesamthaushalt beläuft sich auf rund 22 Millionen Euro, die hauptsächlich aus der Gewerbesteuer (2,3 Millionen), dem Einkommenssteueranteil (vier Millionen) und der Schlüsselzuweisung (2,3 Millionen) gespeist werden.

    Nach gut zwei Stunden schloss der Bürgermeister die Bürgerversammlung mit dem Wunsch "Bleiben wir im Dialog - es geht um unsere Stadt!"

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