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    Marktheidenfeld

    Bürgermeisterin, Polizei, BRK: So lief die Laurenzi-Messe

    Mitglieder und Freunde von rund 20 Vereinen des Trachtenverbands Unterfranken e.V. feierten am Samstag im Festzelt der Laurenzi-Messe in Marktheidenfeld das sogenannte Gautrachtenfest. Auch Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder wurde zum Tanz gebeten. Foto: Daniel Peter

    Kaum hat sie angefangen, ist die fünfte Jahreszeit in Marktheidenfeld auch schon wieder rum. Etwa 120.000 Besucher sind in den zehn Tagen von Laurenzi auf den Festplatz geströmt, ein Top-Wert. In den vergangenen Jahren wurden etwa 100.000 Gäste geschätzt. Doch wie zufrieden waren die Organisatoren? Wie war die Sicherheitslage? Wird sich kommendes Jahr etwas ändern?

    Geht es nach Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder war die 71. Laurenzi-Messe ein "voller Erfolg". Bei einem Pressegespräch am Dienstagmorgen im Rathaus sagte sie: "Wenn wir dieses Niveau halten, dann hat die Messe weiterhin diese Strahlkraft." Sie habe von den Bürgern, Schaustellern und Musikgruppen fast ausschließlich positive Resonanz bekommen, berichtete Schmidt-Neder. 

    Ein besonderes Highlight für die Bürgermeisterin war der Trachtenumzug gegen Ende der Messe. "Obwohl es geregnet hat, waren viele Besucher nur da, um die Tänze der Trachtler zu sehen", so Schmidt-Neder. Viele Trachtler hätten damit nicht gerechnet und seien positiv überrascht gewesen. Als "sehr wertschätzend" hätten sie deshalb das Ambiente auf Laurenzi empfunden. 

    Feuerwerk wird auch zukünftig auf der Brücke bleiben

    Ähnliches galt für das Musikfeuerwerk, so die Bürgermeisterin. Vergangenes Jahr war das Feuerwerk kurzfristig auf die Brücke verlegt worden – wegen Brandgefahr. Die Entscheidung dafür fiel aber erst während der Messe, ein organisatorischer Kraftaufwand für die Pyrotechniker. Dieses Jahr hatten die Pyrotechniker mehr Zeit, um das Brückenfeuerwerk aufzubauen. Dabei soll es auch bleiben, sagte Harald Michalke vom Verwaltungsamt: "Wir werden auch in Zukunft auf der Brücke bleiben." 

    Nicht nur die Bürgermeisterin war sehr zufrieden mit der Laurenzi. Laut Michalke seien schon während der Festwoche 30 bis 40 Bewerbungen von Schaustellern für kommendes Jahr eingegangen. Zwar seien die ersten von ihnen schon am Dienstagmorgen weitergezogen. Aber: "Kein Schausteller hat über Umsatzeinbußen geklagt", sagte Michalke im Pressegespräch.

    Kommendes Jahr soll das Riesenrad wiederkommen

    Ähnliches habe für das Gewerbezelt gegolten. Einige hätten sich sogar schon nach einem Langzeit-Abo erkundigt. "Das können wir aber rein rechtlich nicht machen", sagte Michalke mit einem Lächeln. Für kommendes Jahr werden also wieder alle Fahrgeschäfte neu ausgeschrieben.

    Auch einige altbekannte Buden werden dann sicher wieder dabei sein. Für kommendes Jahr verriet die Bürgermeisterin eines: "Das Riesenrad hat sich auch schon wieder beworben." Nach dem Zwei-Jahres-Turnus wird es das im kommenden Jahr also voraussichtlich wieder geben.

    Wie war die Sicherheitslange auf Laurenzi in diesem Jahr? 

    Die Besucher hätten die gute Organisation bemerkt, sagte Schmidt-Neder. Dieses Jahr habe man zum Beispiel noch eine weitere Toilette aufgestellt. Trotz alledem würden immer noch Menschen auf die Mainwiese pinkeln, so Michalke. "Das kann man nicht verhindern. Da könnte man einen Container hinstellen und die Menschen würden immer noch daneben gehen." 

    An der laut Bürgermeisterin ""sehr fröhlichen"Atmosphäre habe auch der Sicherheitsdienst großen Anteil gehabt. Schon am ersten Wochenende hätte der sich durch Platzverweise und deeskalierendes Auftreten großen Respekt erarbeitet, sagten Schmidt-Neder und Michalke übereinstimmend. Eine weitere gute Nachricht: Das Bayerische Rote Kreuz habe nur kleinere Verletzungen und Schwächeanfälle gemeldet. 

    Polizeisprecher: "Vor allem das erste Wochenende war heftig"

    Das Fazit der Polizei fiel da weniger gut aus. Auf Nachfrage der Main-Post sagte ein Sprecher: "Vor allem das erste Wochenende war heftig." Die Polizisten seien überrascht von der Aggressivität der Gäste unter Alkoholeinfluss gewesen. Im Laufe der Woche habe sich die Situation jedoch gebessert.

    Beim Pressegespräch im Rathaus hieß es, dass es weniger Delikte als im Vorjahr gewesen sein sollen. Laut dem Polizeisprecher verbuchte man allerdings insgesamt mehr Einsätze als im vergangenen Jahr. Besonders "schwere" Verbrechen sollen nicht darunter gewesen sein. Die Polizei sei trotzdem an ihre Grenzen gelangt, trotz Unterstützung aus Aschaffenburg und Würzburg, so der Sprecher. Der Dienst sei ja nicht getan mit der Schließung der Messe zu den Öffnungszeiten. Hätte es weitere Feier-Lokalitäten gegeben, wäre die Arbeit in der Zeit nur schwer zu stemmen gewesen.

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