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    Lohr

    Bürgerverein hat einen Kandidaten

    Überraschende Wende für die Bürgermeisterwahl in Lohr: Beim Urnengang im März 2020 sollen doch drei Bewerber ins Rennen gehen. Der Bürgerverein Lohr und Umgebung vermeldet, dass seine Kandidatensuche per Zeitungsannonce erfolgreich war. An diesem Freitag will die Gruppierung ihren Kandidaten vorstellen. Bereits am Sonntag soll er offiziell nominiert werden.

    Bislang gibt es zwei Kandidaten: Amtsinhaber Mario Paul geht für Grüne und SPD ins Rennen, Herausforderer Dirk Rieb für die CSU. Lange sah es so aus, als sollte es bei diesen beiden bleiben. Die Freien Wähler hatten ihre Kandidatensuche als erfolglos beendet erklärt. Der Bürgerverein hatte mehrfach gesagt, nicht aktiv suchen zu wollen. Doch dann die Wende: Der Bürgerverein schaltete eine Zeitungsanzeige im Lohrer Echo, um einen Kandidaten zu finden. Man wolle den Wählern eine größere Auswahl bieten und die eigene Stadtratsliste mit einem Bürgermeisterkandidaten als Zugpferd stärken.

    Zwei Interessenten hatte sich gemeldet. Mit einem führte die Gruppierung laut Eric Schürr, Stadtrat des Bürgervereins, mehrere Gespräche, um inhaltliche Positionen zu klären.

    Früher in Lohr gelebt

    Zur Person wollte Schürr vor der Vorstellung keine Details nennen. Nur so viel: Der Kandidat ist männlich und hat früher in Lohr gewohnt. Seit rund 20 Jahren lebt er auswärts. Seine Eltern sind jedoch noch immer in Lohr.

    An diesem Mittwoch haben Vertreter des Bürgervereins laut Schürr ein Treffen mit dem Personalrat der Stadt. Grund: Eine Formulierung in der Anzeige zur Kandidatensuche hatte im Rathaus für Verärgerung gesorgt. Der Bürgerverein hatte als Aufgabe für den Bürgermeister formuliert, dass die "schwerfällige Verwaltung" in eine bürgerfreundliche Organisation umgewandelt werden müsse.

    Diese Aussage hatte Bürgermeister Mario Paul zur Reaktion veranlasst, den Wahlkampf nicht auf dem Rücken der Mitarbeiter der Stadt auszutragen. Diese würden einen "tollen Job" machen.

    Schürr sagt nun, dass die Formulierung von der schwerfälligen Verwaltung "irreführend" gewesen sei. Man habe keinesfalls eine Generalkritik an den städtischen Mitarbeitern üben wollen. Was man tatsächlich ausdrücken wollte, werde man zunächst mit dem Personalrat besprechen.

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