• aktualisiert:

    Gemünden

    Bund finanziert Beratung jetzt dauerhaft

    EUTB ist eine Erfolgsgeschichte: Da sind sich der SPD-Bundestagsabgeordnete Bernd Rützel, ifd-Leiterin Eva Klässer, EUTB-Fachberaterin Silvia Glassen und Dieter Körber, Geschäftsführer der Mainfränkische Werkstätten GmbH, einig.
    EUTB ist eine Erfolgsgeschichte: Da sind sich der SPD-Bundestagsabgeordnete Bernd Rützel, ifd-Leiterin Eva Klässer, EUTB-Fachberaterin Silvia Glassen und Dieter Körber, Geschäftsführer der Mainfränkische Werkstätten GmbH, einig. Foto: Florian Sauer

    Die in der Gemündener Altstadtpassage beheimatete unabhängige Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung und deren Angehörige, EUTB, ist schon jetzt eine Erfolgsgeschichte, erfuhr der SPD-Bundestagsabgeordnete Bernd Rützel beim Besuch vor Ort. Allein in den ersten acht Monaten seit der Einrichtung des EUTB-Stützpunktbüros in Gemünden Anfang dieses Jahres wurden gut 250 Beratungen geleistet, heißt es in einer Pressemitteilung. „Das zeigt, wie wichtig diese Anlaufstelle ist“, betonte Rützel im Gespräch mit Fachberaterin Silvia Glassen, Eva Klässer, Leiterin des Integrationsfachdienstes (ifd) Würzburg sowie Dieter Körber, Geschäftsführer der Mainfränkische Werkstätten GmbH.

    EUTB steht für Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung und wurde Anfang 2018 auf Grundlage des Bundesteilhabegesetzes geschaffen. Jede EUTB ist Ansprechpartnerin für alle Anfragen und für alle Beeinträchtigungsformen, gleich ob diese körperlich, psychisch oder anderweitig gelagert sind. „Das ist ein erstklassiges Angebot“, lobte Rützel. Bei der EUTB bekommt man kostenfrei die entsprechende Hilfe, heißt es in einer Pressemitteilung.

    Ganz bewusst habe sich der Integrationsfachdienst Würzburg, unter dessen Dach die EUTB in den Landkreisen Main-Spessart, Kitzingen und Würzburg mit Stadt tätig ist, Grundsätze für sein EUTB-Engagement gesetzt, informierten Klässer und Körber: Zum einen soll Betroffenen in der Fläche geholfen werden, weshalb beispielsweise Stützpunktbüros wie in Gemünden eingerichtet wurden. Seit wenigen Monaten werden zudem Außensprechstunden in den Landkreisgemeinden – bisher in Karlstadt und Lohr – angeboten. Zum anderen soll die Beratung nachhaltig sein. Das heißt, die Betroffenen sollen dauerhaft wirksame Hilfe erhalten, was mit der etwas höheren Anzahl an Folgeberatungen (128 im Zeitraum 1. Januar bis 30. August 2018) im Vergleich zu Erstberatungen (113) auch zu sehen sei.

    Vor diesem Hintergrund sei die Entscheidung des Deutschen Bundestages, EUTB dauerhaft zu finanzieren und finanziell aufzustocken, eine hervorragende Neuigkeit für alle Engagierten und Betroffenen, so Rützel. Die Mittel sollen ab 2023 um etwa zehn Prozent auf 65 Millionen Euro pro Jahr erhöht werden.

    Betroffene können sich unter Tel.: (09351) 6041323 an Fachberaterin Silvia Glassen wenden. Dienstags findet zudem eine offene Sprechstunde von 14 bis 16 Uhr in der Beratungsstelle in der Altstadtpassage 2 in Gemünden statt. 

    Zwei Mal wöchentlich bequem per E-Mail:
    Abonnieren Sie jetzt den kompakten Main-Spessart-Newsletter!

    Bearbeitet von Michaela Moldenhauer

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!