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    Karlstadt

    Bund genehmigt Verlauf der Bundesstraße B 26n bei Würzburg

    Symbolbild Verkehr Foto: Patrick Seeger

    "Der Landkreis Main-Spessart wird leistungsfähig und verkehrsgerecht ausgebaut", schreibt zumindest das Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr. Wie das Ministerium mitteilt, hat jetzt das Bundesverkehrsministerium (BMVI) die geplante Straßenführung der Bundesstraße B 26n genehmigt.

    „Damit haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht“, so Bayerns Verkehrsminister Hans Reichhart in der Pressemitteilung. Mit der Zustimmung des Bundes für das im Bundesverkehrswegeplan 2030 gelistete Straßenbauprojekt könne das Staatliche Bauamt Würzburg nun in die detaillierte Entwurfsplanung einsteigen.

    B26n_Umgehung_2018-10-30 Kopie

    Insgesamt sind drei Abschnitte mit insgesamt 60 Kilometer Länge geplant. Die Baukosten belaufen sich nach Angaben des Staatsministerium auf etwa 260 Millionen Euro. Reichhart: „Das ist eine gute Investition in die Verkehrssicherheit und bindet die Region besser an das Fernstraßennetz an. Ländliche Regionen dürfen nicht abgehängt werden, deshalb wird hier kräftig in Unterfranken investiert.“

    Dreiteilige Maßnahme

    Die neue Straße soll in Zukunft die A3 und die A7  verknüpfen. Somit können Autofahrer westlich des Autobahndreiecks Würzburg West auf der B 26n über Karlstadt bis zum Autobahnkreuz Schweinfurt/Werneck (A7) fahren.

    Insgesamt besteht die Maßnahme aus drei Teilen, so die Pressemitteilung: Die B 26n zwischen der A 7 und Karlstadt mit 16 Kilometern, die B 276 Zubringer Lohr mit einer Länge von etwa 17 Kilometer Länge und die B 26n zwischen Karlstadt und der A 3 mit 27 Kilometern. Da nicht die gesamte Strecke im „Vordringlichen Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplans eingestuft sei, erfolgten sowohl die Planungen als auch der spätere Bau in mehreren zeitlichen versetzten Abschnitten. Als ersten Abschnitt plant das Staatliche Bauamt Würzburg nun die Strecke zwischen dem Autobahndreieck Werneck und der Stadt Karlstadt.

    Schwab: Projekt von enormer Bedeutung für Main-Spessart 

    „Uns ist bewusst, dass die Linienführung nicht allerorts für Begeisterungsstürme sorgt und es an der einen oder anderen Stelle noch vernünftige Lösungen braucht. Jedoch ist das Gesamtprojekt für den Landkreis Main-Spessart von enormer Bedeutung“, ergänzt Landtagsabgeordneter Thorsten Schwab, der auch Mitglied des Verkehrsausschusses ist, in der Pressemitteilung. Schwab verspricht zudem, dass zeitgleich die Staatsstraßen im Landkreis in Abstimmung mit den betroffenen Kommunen entsprechend ausgebaut würden, um ankommenden Verkehr abzuleiten.

    Das Raumordnungsverfahren für das Projekt mit der dazugehörigen Umweltverträglichkeitsprüfung hat die Regierung von Unterfranken im November 2011 abgeschlossen. Die darin enthaltenen Auflagen habe das Staatliche Bauamt Würzburg berücksichtigt, so die Pressemitteilung. Das sogenannte „Linienbestimmungsverfahren“, das für eine überörtliche Straßenplanung notwendig ist, habe das Staatliche Bauamt Würzburg anschließend beim BMVI beantragt. Ende März hat das BMVI die beantragte Linie für die B 26n bestätigt, schließt die Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums.

    Mehr Informationen in Kürze auf mainpost.de

    Bearbeitet von Ralf Thees

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