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    Burgsinn

    Burgsinner Gemeinderat beschließt Standort für neues Feuerwehrhaus

    Auf dem Gelände des ehemaligen Diska-Marktes entsteht das neue Burgsinner Feuerwehrhaus. Bei der wiederholten Abstimmung stimmte der Gemeinderat einstimmig für den Standort.
    Auf dem Gelände des ehemaligen Diska-Marktes entsteht das neue Burgsinner Feuerwehrhaus. Bei der wiederholten Abstimmung stimmte der Gemeinderat einstimmig für den Standort. Foto: Roland Bauernschubert

    Mit diesem Ergebnis bei der Abstimmung über den Standort des neuen Feuerwehrhauses hatte wohl kaum einer gerechnet. Denn nachdem das erste Ergebnis im Februar mit 8:7 Stimmen knapp ausgefallen war, versprach die Wiederholung spannend zu werden. Nach kontroversem Austausch stimmten aber alle zwölf Ratsmitglieder für den ehemaligen Diska-Markt.

    Eine Wiederholung war notwendig geworden, da Gerhard Scheidt (BüLi/FB) als unmittelbarer Nachbar eigentlich nicht an der Abstimmung in der Sitzung am 19. Februar hätte teilnehmen dürfen. Ohne seine Stimme wäre das Votum damals unentschieden ausgegangen und somit das Gelände des früheren Einkaufsmarktes abgelehnt worden.

    Erneute Debatte um Standort

    Die Initiative Burgsinn (IB) hatte diesen Fehler entdeckt und eine erneute Abstimmung veranlasst. Willi Balkie nutzt die erneute Debatte dazu, seine Kritik an der Vorgehensweise zu wiederholen. Man habe am Anfang der Planungen besprochen, Kriterien für eine sachliche Gegenüberstellung von Vor- und Nachteilen aller möglichen Standorte aufzustellen. Doch das sei nie passiert. Stattdessen habe die Abwägung zwischen Diska-Markt und Bauhof "nach Bauchgefühl" stattgefunden. Er fürchtete, dass es "auch heute wahrscheinlich wieder ein Bauchbeschluss" werde.

    Bürgermeister Robert Herold wirkte dieser Befürchtung entgegen, indem er eine Skizze verteilte, auf welcher das auf dem Diska-Gelände geplante Feuerwehrhaus auf das Bauhofareal projiziert wurde. Leicht zu erkennen war: Mit dem Feuerwehrhaus bliebe vom Bauhofgelände nicht mehr viel übrig. Die Konsequenz wäre, davon waren mehrere Ratsmitglieder überzeugt, dass man über kurz oder lang einen neuen Standort für den Bauhof suchen müsse.

    Ergebnis fällt ganz anders aus

    Marco Scholz (IB) bekannte, dass er mit dieser Option vor Augen seinen Vorsatz, erneut für den Bauhof stimmen zu wollen, korrigiert habe. Es sei nur bedauerlich, dass diese Alternative erst so spät aufgelegt wurde. "Es hätte viel Diskussion und Ärger erspart, wenn man die Platzverhältnisse auf dem Bauhof früher sichtbar gemacht hätte", kritisierte er.

    Obwohl Reiner Knöll (BüLi/FB) zu dem Schluss kam, dass sich nichts geändert habe, da man "mit den gleichen Argumenten und der gleichen Leidenschaft wie seit Februar" diskutiere, war das Ergebnis doch ein ganz anderes: 12:0, bei einer Enthaltung. Dem Beschluss ging eine Machbarkeitsstudie zur Versorgung mit Ölheizung und mit Hackschnitzelanlage voraus. Die Kosten seien vergleichbar. Noch klären wollte der Rat allerdings, ob ein Nahwärmenetz mit einem Anschluss der umliegenden sechs Anwesen an eine Hackschnitzelheizung in Frage käme.

    Forstbetrieb erwartet Gewinn

    Einstimmig verabschiedete der Rat den Jahresplan 2020 für den Forstbetrieb. Dieser sieht einen Erlös aus dem Holzverkauf von 1,2 Millionen Euro vor. Mit Pacht, Einnahmen aus Dienstleistungen und Zuschüssen rechnet Betriebsleiter Hans-Peter Breisch mit Gesamteinnahmen von 1 323 000 Euro. Den verbleibenden Gewinn kalkulierte er auf 300 600 Euro.

    In seinem Jahresbericht nahm Breisch Bezug auf das für den Wald katastrophal trockene Jahr, obwohl "wir in Burgsinn 2019 noch mit einem blauen Auge davon gekommen sind". Im Gemeindeforst seien die Bäume nur vereinzelt und nicht flächenmäßig abgestorben. Die Schäden beliefen sich auf 1000 Festmeter bei Fichte, Lärche und Kiefer sowie auf 200 Festmeter bei Buche und Eiche. Bleibe aber der Niederschlag weiter aus, sehe es im nächsten Jahr nicht gut aus.

    Burgsinn-App weiter offen

    Vertagt wurde die Entscheidung über die Einführung einer "Burgsinn-App". Entwickler Andy Grothe präsentierte dem Gemeinderat das Programm und stellte dessen Flexibiltät und Nutzerfreundlichkeit in den Vordergrund. Knöll drängte darauf, dass vor einer Entscheidung rechtliche Fragen zu klären seien. Es sei unverzichtbar zu wissen, wer für die Inhalte verantwortlich sei.

    Dem Neubau eines Wohnhauses mit Garage in der Austraße stimmte der Rat zu, den Antrag auf den Bau eines Einfamilienhauses am Rödernweg lehnte er allerdings ab: Dem Bauantrag fehlten die Unterschriften der Nachbarn.

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