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    Marktheidenfeld

    CSU: Plötzliches Engagement macht Versagen nicht mehr gut

    Das Klinikum Main-Spessart und die Zukunft des Marktheidenfelder Krankenhauses wird eines der wesentlichen Themen im eingeläuteten Kommunalwahlkampf sein. Dies macht auch die aktuelle Stellungnahme der Marktheidenfelder CSU, für Fraktion und Ortsvorstand von Christian Menig unterzeichnet, deutlich:

    "Die Freien Wähler Marktheidenfeld fordern ein Gesundheitszentrum im alten Krankenhaus Marktheidenfeld! Diesen Satz muss man erst einmal auf sich wirken lassen! Gerade die Kreisräte der Freien Wähler aus Marktheidenfeld haben massiv zur Schwächung des Standortes Marktheidenfeld beigetragen. In den Sitzungen des Kreistages am 4.12.2015 haben sie für die Zentralisierung auf ein Krankenhaus im Landkreis in Lohr gestimmt und von den gleichen Kreisräten wurde auch die überstürzte und verfrühte Schließung der Chirurgie und der Notaufnahme zum 1.4.2017 mit beschlossen und somit der Niedergang des Krankenhauses Marktheidenfeld gar noch forciert."

    Gegen die vorgenannten Beschlüsse gestimmt hätten dagegen die drei Kreisräte der CSU Marktheidenfeld. Die CSU sieht in der Pressemitteilung der Freien Wähler auch nur die Wiedergabe des bekannten Sachstands zur Nachnutzung des Krankenhauses, untermalt "mit pädagogischen Worten der Herrn Seidel und Wagner". Und wörtlich: "Neues oder gar Innovatives ist hier rein gar nichts enthalten. Scheinbar gehen die Freien Wähler jetzt in regelmäßigen Abständen auf Wählerfang, anders sind solche Pressemitteilungen und auch ein Antrag unlängst im Stadtrat zu einem anderen Thema nicht zu deuten."

    Gerade beim Thema Krankenhaus grenze es an Dreistigkeit, jetzt zu versuchen, sich als Entdecker ,eines zentralen Bausteines der Stadtentwicklung' hinzustellen. Das ehemalige FW-Mitglied Ludwig Keller habe hier mühsam alleine gekämpft und von den Freien Wählern keinerlei Unterstützung erhalten. Die CSU Marktheidenfeld fordert  am Standort Marktheidenfeld "unter anderem wieder eine Anlaufstelle in Form einer ambulanten Notaufnahme, wenigstens tageszeitlich begrenzt, von der aus die teilweise schon vorhandenen Fachärzte und vor allem die noch zu akquirierenden, dann angesteuert werden können."

    Der neue Standortleiter Michael Pfab bemühe sich um die Stärkung des Standortes durch Verbesserung und Intensivierung der geriatrischen Angebote und Modernisierung der Senioreneinrichtungen, doch müsse eine weitere Aufwertung erfolgen. Die CSU sieht den
    "Landkreis in der Pflicht, massiv etwas für Marktheidenfeld zu tun!" Die Freien Wähler könnten  dazu beitragen, indem sie bei den ihnen bekannten Entscheidern nachhakten."Dort einen Erfolg erzielen oder zumindest die Aktivität und den Willen etwas für Marktheidenfeld zu tun, zu steigern, das wäre dann eine Pressemitteilung wert." 

    Die Rücklage von 500 000 Euro, der der Stadtrat Marktheidenfeld für den Erhalt bzw. die Stärkung des Krankenhausstandortes zugestimmt hat, sei eine Forderung  der CSU-Fraktion gewesen und von allen Stadträten beschlossen worden. Die CSU-Stellungnahme schließt: "Beim Thema Sicherung des Gesundheitsstandortes Marktheidenfeld, einer Pflichtaufgabe aller gewählten Kreis- und Stadträte, haben die Freien Wähler bisher klar versagt und können dies alles gar nicht mehr durch plötzliches Engagement wieder gutmachen."

    Bearbeitet von Joachim Spies

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