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    Marktheidenfeld

    CSU steht geschlossen hinter Landratskandidatin Sabine Sitter

    Vorfreude bei der CSU Main-Spessart auf die Kommunalwahl 2020 (von links): Bundestagsabgeordneter Alexander Hoffmann, Landratskandidatin Sabine Sitter, Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordneter Thorsten Schwab und stellvertretender Kreisvorsitzender Michael Kleinfeller. Foto: Joachim Spies

    Dass Sabine Sitter zur Kandidatur um den Landratsposten bereit steht, ist schon länger bekannt. Am Wochenende haben CSU-Kreisvorstand und Kreistagsfraktion, einige Bürgermeister und Ortsvorsitzenden in einer Klausurtagung in Lichtenfels dafür die Weichen gestellt. Nun wird Kreisvorsitzender Thorsten Schwab der Delegiertenversammlung die 43-Jährige ganz offiziell als Kandidatin präsentieren.  Das Überraschendste dabei: Das Votum in Lichtenfels war einstimmig, es gab keine Mitbewerber.

    "Wir treten an mit der Person, die die besten Chancen hat und die mit dem Landkreis vertraut ist", sagte Schwab bei einem Pressegespräch am Montagnachmittag in der CSU-Geschäftsstelle in Marktheidenfeld. Sabine Sitter kenne die Befindlichkeiten der einzelnen Ortschaften, ebenso wie die der verschiedenen Generationen sowie die Besonderheiten der Region. Seit fünf Jahren sei sie stellvertretende Landrätin, sei kompetent und erfahren. Ein Grund dafür, dass das Klausurgremium Sitter einstimmig empfehle, liegt nach den Worten von Alexander Hoffmann darin, "dass sie das verbindende Element verkörpert".

    "Ich trete an, bin einsatzbereit, klar und echt, jemand, der auf die Menschen zugeht und nach Lösungen sucht."
    Sabine Sitter, Landratskandidatin

    "Mir ist wichtig, dass alle hinter mir stehen", betonte Sitter, denn das Miteinander und der Dialog mit den Mitgliedern sei ihr wichtig. Sitter: "Ich trete an, bin einsatzbereit, klar und echt, jemand, der auf die Menschen zugeht und nach Lösungen sucht." Auch aus Sicht des stellvertretenden Kreisvorsitzenden Michael Kleinfeller (Lohr) ist Sitter die beste Wahl, sei sie doch hervorragend vernetzt: "Die Themen, die bewegen, sind bei ihr gut aufgehoben."

    Eine Diskussion über andere Bewerber habe es in Lichtenfels nicht gegeben, berichtete Schwab auf Nachfrage, und das habe einen einfachen Grund: "Es hat sich niemand bei mir gemeldet." Nach dann 36 Jahren sei es an der Zeit, dass die größte politische Gruppierung im Landkreis 2020 wieder das Amt des Landrats übernehme, meinte er. 1984 hatte es Armin Grein für die Freien Wähler geholt, seit 2008 hat es mit Thomas Schiebel erneut ein Freier Wähler inne.

    Servicecenter für die Bürger schaffen

    Der Landkreis Main-Spessart sei attraktiv und leistungsstark, sagte Sabine Sitter. "Manchmal werden mir hier manche Dinge zu klein geredet", bedauerte sie. Keinen Zweifel ließ sie daran, dass sie inhaltliche Themen wie das Zentralklinikum oder den Bau der B26n mit trage. Die Mitarbeiter im Landratsamt lobten Sitter wie Schwab, meinten aber, man könne dort noch ein Servicecenter für die Bürger schaffen und manche Verwaltungstätigkeiten auch besser erklären. 

    Das Gespräch zu suchen, Kompromisse auszuhandeln und Spannungen auszuhalten, integrativ zu sein, das sei Sitter ein Anliegen. Doch sie könne auch führen, betonte sie. "Es wird Situationen geben, wo der Landrat entscheiden muss – dazu bin ich in der Lage." Alexander Hoffmann zählte es zu Sitters Talenten, dass sie sich nicht wegducke, dass sie auch schwierigen Themen nicht aus dem Weg gehe.

    Für die Kommunalwahl wünscht sich die Landratskandidatin, die selbst die Kreistagsliste anführen wird, "21 plus X" Sitze für die CSU im Kreistag und "15 plus X CSU-Bürgermeister im Landkreis" – also mehr als es gegenwärtig sind. Dass der langjährige Minister Eberhard Sinner nicht mehr für den Kreistag antreten wird, bedauerte sie.

    Sitter, Vorsitzende der Frauenunion, möchte mehr Frauen in der Kommunalpolitik haben. Ein Drittel sollten es auf der Kreistagsliste sein. Diese wird, so kündigte Kreisvorsitzender Schwab an, nach der Sommerpause Thema einer Delegiertenkonferenz sein. 

    CSU-Landratskandidatin Sabine Sitter
    1975 in Karlstadt geboren ist Sabine Sitter in Gräfendorf aufgewachsen. 1995 machte sie ihr Abitur am Mädchenbildungswerk in Gemünden und studierte danach Soziale Arbeit in Würzburg.
    Im Jahr 2000 begann sie am Bezirkskrankenhaus in Lohr zu arbeiten, wobei Demenz und Depression ihre Schwerpunktthemen sind. An Hochschulen in Berlin und Coburg machte sie von 2003 bis 2007 den Master in Klinischer Sozialarbeit. Als Abteilungsleiterin hat sie Führungserfahrung.
    Sabine Sitter und ihr Mann Rolf, seit 2007 verheiratet, haben zwei Kinder – Tochter Selma (9) und Sohn Rufus (7). Die 43-Jährige ist stellvertretende Kreisvorsitzende des Roten Kreuzes. Dem Kreistag gehört Sitter seit 2014 an. Sie hatte bei der Wahl 2014 mit 58 200 Listenstimmen  mehr als alle anderen Kandidatinnen und Kandidaten.

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