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    Marktheidenfeld

    "Come together" beim Benefiz-Abend

    Rhythmische Begeisterung weckten die Jugendlichen der Berufsschulstufe mit ihrer Klangperformance "Stomp".
    Rhythmische Begeisterung weckten die Jugendlichen der Berufsschulstufe mit ihrer Klangperformance "Stomp". Foto: Martin Harth

    Zahlreiche Gäste aus dem politischen und gesellschaftlichen Leben der Stadt Marktheidenfeld und der Region konnte der Vorsitzende der Lebenshilfe Marktheidenfeld, Altlandrat Armin Grein, zur Benefizveranstaltung in der restlos ausverkauften Aula der Staatlichen Realschule begrüßen. Darunter waren auch Angelique Renkhoff-Mücke, Maria Martin und Helmut Viering als Vertreter der Patenbetriebe Warema, Martinsbräu und Udo Lermann, von denen der Abend unterstützt wurde.

    Drollige Gespenster

    Wie es zur Tradition geworden ist, wurde der erste Teil des Bühnenprogramms von den Schülerinnen und Schülern der St.-Nikolaus-Schule und der weiteren Einrichtungen der Lebenshilfe gestaltet. Den Auftakt machten die drolligen Gespenster der Grundschulklassen G1 und G2 mit einem lebhaften Spuk-Tanz. Fröhliches Gelächter ernteten die Kinder des Integrativen Kindergartens und der Schulvorbereitenden Einrichtung mit ihrem Playback Auftritt zu dem Hit "Mein kleiner grüner Kaktus" der legendären Comedian Harmonists.

    "Un, Dos, Tres" lautete das Motto des Tanzes der Schüler aus der Mittelstufe M1 mit "Samba, Rumba, Cha-Cha-Cha". Eine flotte Sohle legten die Jugendlichen aus den Klassen M2 und M3 auf das Parkett der Bühne. In einem vorbildlichen Inklusions-Projekt hatten sie gemeinsam mit Schülern der Klassen 9a und 9c in einem Kurs Gesellschaftstänze erlernt.

    "Let’s Dance" - Walzer und Disco-Fox beeindruckten das Publikum, und geschwind wurden am Ende noch ein paar Gäste wie Marktheidenfelds Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder zu einem kleinen Tänzchen auf der Bühne aufgefordert. Es wurde vielleicht der beeindruckendste Auftritt an diesem Abend.

    Aber die Schülerinnen und Schüler aus der Berufsschulstufe der St.-Nikolaus-Schule standen dem natürlich kaum nach, als sie ihre Rhythmen auf Öl-Fässern, mit Holzlatten, Besen oder Basketbällen nach dem Vorbild der Varietee-Klangperformance "Stomp" zum Besten gaben.

    Lebenswerk gewürdigt

    Eine Umbaupause nutzte Geschäftsführerin Marlies Grollmann, um am Ende des 50. Gründungsjubiläums der Lebenshilfe Marktheidenfeld das besondere Lebenswerk des Vorsitzenden Armin Grein zu würdigen. Seit dem Jahr 1975 führt er den Verein und habe sich dabei in besonderer Weise um die Förderung und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung verdient gemacht.

    Auch in seinem politischen Leben an der Spitze der Stadt, des Landkreises Main-Spessart und als Bezirksrat in Unterfranken, habe Grein immer diese Aufgabe im Blick gehabt und seine besonderen Verbindungen in den 45 Jahren zu nutzen verstanden. Dafür überreichte Grollmann ein kleines Präsent, unter anderem mit persönlich gestalteten Bierflaschen, und einen Blumenstrauß an Ehefrau Martha Grein, die das große Engagement ihres Mannes immer mitgetragen habe.

    Im zweiten Teil des Abends luden Chor und Solistinnen des Balthasar-Neumann-Gymnasiums nach dem durchaus programmatisch zu verstehenden Auftakt mit dem Beatles-Song "Come Together" zu einer musikalischen Tour durch die bewegten 1980er Jahre ein. Bei den rund 20 Sängerinnen unter Leitung ihres Musikerziehers Rüdiger Linsner war das große Vergnügen an dem Auftritt vor großem Publikum spürbar. Dazu trug die versierte Begleitband mit Peter Liebl und Lothar Will (beide Gitarre), Helmut Lapp (Bass), Markus Brod (Schlagzeug) und Rüdiger Linsner (Klavier) bei.

    Unter charmanter Einführung von Moderatorin Anna-Lena Raub erwachten Pop- und Rock-Hits aus längst vergangenen Tagen zu neuem Leben. Solistisch beeindruckten die Ballade "True Colors" und das lebensfrohe "Girls Just Want to Have Fun" von Cyndi Lauper. Emotionen weckten die Songs der Neuen Deutschen Welle wie "Hurra, Hurra die Schule brennt" von Extrabreit oder "Kleine Taschenlampe brenn" von Markus.

    Erinnerungen an die Jugend

    Bewegend wurde mit Billy Joels "Leningrad" an die politischen Umwälzungen in der damaligen Sowjetunion erinnert und Herbert Grönemeyers Forderung "Kinder an die Macht" vorgetragen. Bevor nach großem Schlussapplaus ein Spider-Murphy-Gang-Medley den Auftritt mitreißend beendete, erweckten "Hard to Say I’m Sorry" der US-Jazzrocker der Band Chicago und die Rock-Hymne "You’re the Voice" des Australiers John Farnham sicher bei so manchem Gast unvergessliche Jugenderinnerungen.

    Nach dem gut zweitsündigen Bühnenprogramm und den Dankesworten an all diejenigen, die zu diesem Abend beitrugen, wurde zu einem gemütlichen Beisammensein bei einem kalten Buffet eingeladen. Das deutlich aufgestockte "Markplatztrio – plus" um Peter Witzany, Helmut Wirsching (beide: Gesang, Gitarre), Sandra Wukowich (Saxophon), Rudi Wukowich (E-Bass, Gitarre), Helmut Lapp (Akkordeon, Gesang, E-Bass), Karl Fuchs (Schlagzeug, Gesang) und Emily Boyn (Gitarre, Gesang) unterhielten dabei ein wenig mit "Oldies but Goldies" aus Schlager und Rock.

    Ehrung für ein besonderes Lebenswerk, von links: Armin Grein, Martha Grein und Lebenshilfe-Geschäftsführerin Marlies Grollmann.
    Ehrung für ein besonderes Lebenswerk, von links: Armin Grein, Martha Grein und Lebenshilfe-Geschäftsführerin Marlies Grollmann. Foto: Martin Harth
    Drollig waren die kleinen Gespenster aus der Grundschulstufe anzusehen.
    Drollig waren die kleinen Gespenster aus der Grundschulstufe anzusehen. Foto: Martin Harth
    Mitreißend und bewegend sangen die jungen Damen des Chors des Balthasar-Neumann-Gymnasiums Hits der 1980er Jahre.
    Mitreißend und bewegend sangen die jungen Damen des Chors des Balthasar-Neumann-Gymnasiums Hits der 1980er Jahre. Foto: Martin Harth
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