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    Karlstadt

    Corona-Update: Mit sechs neuen jetzt 38 Fälle in Main-Spessart

    Noch immer herrscht nicht bei jedem Klarheit, wann man unbedingt Kontakt zum Hausarzt aufnehmen sollte, stellt das Landratsamt am Bürgertelefon fest und klärt auf.
    Symbolfoto: Coronavirus  Foto: ©peterschreiber.media/Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. - VLH/obs

    Im Landkreis Main-Spessart gibt es aktuell 38 positiv auf Covid-19 getestete Personen. Diesen Stand von Donnerstag,  14 Uhr, teilt das Landratsamt mit.

    Von diesen 38 Personen befindet sich eine in stationärer Behandlung im Klinikum Main-Spessart. 327 Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne. Das sind 16 mehr als am Mittwochnachmittag.

    Wie das Landratsamt weiter mitteilt, stellen Betroffene immer wieder die Frage, ob sie bei einer Atemwegserkrankung ärztlichen Rat einholen und um einen Test bitten sollten, auch wenn die Symptome (Husten, Niesen, Halsschmerzen) nur leicht sind.

    Nicht unbedingt, so das Landratsamt - auf jeden Fall aber, wenn eine der folgenden Voraussetzungen gegeben ist:  

    Wer sich auf jeden Fall melden sollte

    • wenn man innerhalb der letzten zwei Wochen engen Kontakt zu einem Erkrankten mit einer laborbestätigten COVID-19-Diagnose hatte. Ein wirklich enger Kontakt bedeutet entweder, dass man mindestens 15 Minuten mit dem Erkrankten gesprochen hat bzw. angehustet oder angeniest worden ist, während dieser ansteckend gewesen ist,
    • wenn man in den letzten 14 Tagen in einem vom Robert Koch Institut ausgewiesenen Risikogebiet war,
    • wenn Vorerkrankungen bestehen oder die Atemwegserkrankung schlimmer wird (Atemnot, hohes Fieber etc.),
    • wenn man bei der Arbeit oder ehrenamtlichen Tätigkeit mit Menschen in Kontakt kommt, die ein hohes Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf haben (z.B. im Krankenhaus oder der Altenpflege)

    Wie es dann weitergeht

    In einem solchen Fall empfiehlt das Landratsamt, umgehend den Hausarzt zu kontaktieren oder rufen den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst anzurufen unter Tel. 116 117.

    Dort werde dann das weitere Vorgehen besprochen. Noch bevor das Testergebnis vorliegt, sollten sich potenziell Betroffene selbst isolieren, also zuhause bleiben, alle engen Kontakte unter zwei Metern meiden, gute Händehygiene einhalten und bei Kontakt zu anderen (falls vorhanden) einen Mund-Nasenschutz tragen.

    Wer mit Menschen mit Vorerkrankungen arbeitet (Krankenhaus, Altenpflege), sollte aber in jedem Fall seinen Betriebsarzt informieren, betont das Landratsamt.

    Wo kein erhöhtes Risiko besteht

    Keine Testung vorgesehen sei für jene Personen, die Kontakt zu einer Person in der Familie, im Freundes- oder Bekanntenkreis hatten, die wiederum Kontakt zu einem im Labor bestätigten COVID-19-Patienten hatte, aber völlig gesund sind. "In diesem Fall ist man keine Kontaktperson, hat kein erhöhtes Risiko für eine COVID-19-Erkrankung und kann auch niemanden anstecken", erläutert die Behörde.

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