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    Hafenlohr

    Das Pfarrheim Hafenlohr soll wieder mit Leben gefüllt werden

    Das Pfarrheim in Hafenlohr ist mittlerweile in die Jahre gekommen. Foto: Daniel Weisner

    Was passiert mit dem Hafenlohrer Pfarrheim? Um über diese Frage zu informieren, lud die Kirchenverwaltung Hafenlohr die Bürger zu einer Informationsveranstaltung ein.

    Am Freitag versammelten sich Verantwortungsträger und etwa 30 Interessierte im Pfarrheim. Das mittlerweile in die Jahre gekommene Gebäude war Thema und Ausrichtungsort zugleich. Andrea Pöschl von der Hafenlohrer Kirchenverwaltung führte durch die Veranstaltung und begann mit dem Zustand des Pfarrheims.

    Schon auf den ersten Blick fällt die renovierungsbedürftige Außenfassade auf. Zudem ist das Gebäude nicht barrierefrei und es fehlt eine öffentliche Zufahrt. Das macht eine allgemeine Nutzung des Gebäudes unmöglich. Die äußerlichen Begebenheiten stellen sich nicht zukunftsfähig dar, von dem Renovierungsbedarf im Inneren ist noch gar nicht die Rede. Schnell wird klar, eine Sanierung des 1902 erbauten Anwesens wäre kostspielig.

    Wie könnte das Pfarrheim genutzt werden?

    Ein Projekt, das sich nur mit einem vernünftigen Nutzungskonzept für die Zukunft lohnt. Aktuell werden die Räumlichkeiten des Pfarrheims nur sehr sporadisch genutzt, erzählt Pöschl. Erste Vorschläge, wie der Verkauf an einen Investor oder die Errichtung einer Tagespflegestätte wurden verworfen.  

    Die neusten Ideen sehen eine Kooperation mit der Caritas vor. Hierüber informierte die Caritasdirektorin der Diözese Würzburg, Pia Franke. Beispielsweise könnten Beratungsstellen des allgemeinen sozialen Diensts der Caritas in den Räumlichkeiten entstehen. Auch ein digitales Übungszentrum oder eine Fachstelle für pflegende Angehörige entsprächen dem Zeitgeist und wären denkbar.

    Zudem soll hier ein Ort der Begegnung und Kommunikation entstehen. "Kirche sein, heißt auch Gemeinde sein", sagte Pöschl. Der Strickkreis in Hafenlohr suche schon lange nach geeigneten Räumlichkeiten. Ein Seniorennachmittag oder ein offener Mittagstisch würden das Pfarrheim zu einem Treffpunkt machen. Die Räume könnten jedoch auch für Feste genutzt werden. Die Möglichkeiten im Ort würden hier immer begrenzter, merkte ein Anwesender an.

    Wie sieht es mit der Finanzierung aus?

    Die Diözese Würzburg verhängte erst im August ein Bau-Moratorium. In den nächsten drei Jahren wird von der Diözese nicht in kirchliche Immobilien investiert, sofern dies nicht unbedingt erforderlich ist.

    Fördermöglichkeiten von Seiten des Freistaates Bayern seien jedoch durchaus vorhanden, informierte Bürgermeister Thorsten Schwab. Die Kirchengemeinde könnte bis zu 69 Prozent der Endsumme gefördert bekommen, sollte das neue Gebäude der Allgemeinheit dienen. Eine Förderung von bis zu 89 Prozent sei sogar möglich, wenn die politische Gemeinde als Bauträger agieren würde. Dass die politische Gemeinde bereit sei, die Kirchengemeinde zu unterstützen, wurde bei Schwabs Worten deutlich. Bereits vor einiger Zeit erwarb die politische Gemeinde das Nachbargrundstück, worüber eine neue Zufahrt und ein barrierefreier Eingang zum Pfarrheim entstehen könnten.

    Positive Rückmeldung

    Die Resonanz der Anwesenden war positiv. Es sei schade um das alte Gebäude, sollte es nicht weiter genutzt werden. Dennoch wurde auch auf weitere Herausforderungen wie dem zu stellenden Personal hingewiesen. Die Kirchenverwaltung zeigte sich zufrieden. Man werde nun einen Raumbedarfsplan und ein Nutzungskonzept erarbeiten lassen und mit dem Projekt bei der Diözese Würzburg vorstellig werden.

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