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    Marktheidenfeld

    Das Sicherheitsgefühl im Raum Marktheidenfeld verstärken

    Nicolas Rumpel leitet für sechs Monate die Polizeiinspektion Marktheidenfeld. Wo will er in seiner Zeit Schwerpunkte setzen?
    Marktheidenfeld hat einen neuen Polizeichef: Nicolas Rumpel
    Marktheidenfeld hat einen neuen Polizeichef: Nicolas Rumpel Foto: Lukas Kutschera

    Seit April hat Marktheidenfeld einen neuen Polizeiinspektor: Nicolas Rumpel, 38, aus Eibelstadt. Für etwa sechs Monate wird er im Zuge des Förderverfahrens für den gehobenen Dienst die örtliche Polizeiinspektion leiten. Damit löste Rumpel den ehemaligen Polizeichef Wolfgang Gmelch ab, der Ende März nach 42 Jahren Polizeidienst in den Ruhestand ging. Komplett neu ist für Rumpel diese Aufgabe nicht, denn bereits im vergangenen Jahr konnte er Erfahrungen als stellvertretender Dienststellenleiter in Bad Kissingen sammeln.

    Nach seinem Abitur in Schweinfurt 1999 und Zivildienst begann der in Röthlein im Landkreis Schweinfurt geborene Rumpel im Jahr 2000 im mittleren Dienst bei der Polizei in Würzburg. Acht Jahre war er dann in Würzburg als Zivilfahnder aktiv, bis er 2013 sein Studium zum gehobenen Dienst antrat. Bevor er 2017 das Förderverfahren begann, war er bei der Kriminalpolizei Würzburg mit Schwerpunkt Prostitution und Rotlicht tätig. Marktheidenfeld ist nun seine letzte Förderstation auf dem Weg in den Gehobenen Dienst.

    Stabile Sicherheitslage

    Sein erster Eindruck in Marktheidenfeld sei durchweg positiv gewesen, sowohl von den neuen Kollegen als auch von der Region: "Eine nette und offene Willkommenskultur", so Rumpel. Auch freue er sich auch auf die Zusammenarbeit mit den Gemeindeverwaltungen und Bürgermeistern bei gemeinsamen Themen, wie etwa bei der "Radio Gong Sommer Open Air" am 29. Mai in Kreuzwertheim. Hier gelte es in Zusammenarbeit mit der Gemeinde ein Sicherheitskonzept zu erarbeiten.

    Prinzipiell sei die Sicherheitslage in Marktheidenfeld stabil und es gäbe keine bestimmten Themen, welche die Polizei hier immer wieder beschäftigen würde. Dennoch nehme man besonders Kontrollen im Verkehrsbereich ernst, denn "nicht angepasste Geschwindigkeit ist nach wie vor die Hauptursache für schwere Verkehrsunfälle", erklärt Rumpel. Persönlich besonders verwerflich findet er das Thema Enkeltrick-Betrüger, die Senioren "die letzte Habe aus der Tasche ziehen". Dazu arbeite man zurzeit auch an einem neuen Konzept.

    Auch Sicherheitsgefühl vermitteln

    Am Herzen liege ihm aber nicht nur die Sicherheitslage nach Zahlen zu bessern, sondern Rumpel will auch das persönliche Sicherheitsgefühl stärken, indem er mit den Bürgern in Kontakt tritt und Präsenz auf den Straßen zeigt. "Ich will signalisieren, dass meine Kollegen und ich Ansprechpartner für unsere Bürger sind", betont Rumpel. Auch verstehe er, dass Kontakt mit der Polizei für die meisten Leute Ausnahmesituationen seien. So setzt der neue Polizeichef im Umgang auf Kommunikation und Transparenz,  wenn es dann zum Beispiel doch mal zu einer Kontrolle kommen sollte.

    Bei seiner doch begrenzten Zeit in Marktheidenfeld setzt Rumpel nicht auf "blinden Aktionismus", sondern will er vor allem nachhaltige Entscheidungen treffen: "Ich will mich so einbringen, dass mein Nachfolger dann genauso gut anknüpfen kann wie ich." Eine wichtige technische Neuerung, die noch in seiner Zeit in Marktheidenfeld kommen wird: die Body-Cam für Streifenpolizisten. Deren Einsatz hält Nicolas Rumpel für sinnvoll, denn bei den Pilotprojekten hätte man sehr gute Erfahrungen gemacht: "Durch die Videokameras sind in den Pilotstädten Gewaltdelikte gegen Polizisten im relevanten Ausmaß zurückgegangen."

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