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    Lohr

    Der Bayerstürmer: Solchene und solchene

    Der Bayerstürmer (Logo) Foto: Zeichnung Achim Greser

    Schon gemerkt? Er läuft wieder. Was hab ich ihn vermisst, den Stadtbach, und die Kinder erst am Spielplatz in der Anlage. Schnöde trocken gelegt war er, bis der Neubau auf dem alten Brauereigelände aus dem Boden gewachsen ist. Jetzt ist er also wieder da. Und das betongraue Schneewittchen auf der Parkbank wird wieder umhüllt vom Rauchen der beiden Fontänen im Brunnen hinter ihm. Wie schön! 

    Endlich: der Stadtbach in der Anlage führt wieder Wasser. Foto: Roland Pleier

    Weniger schön ist, dass meine kritischen Worte vergangene Woche überhaupt nichts gefruchtet haben: Wieder hat eine Gruppe junger und nicht immer leiser Menschen ihren Müll rings um den Pavillon verstreut, auf den Schneewittchen blickt. Jungs aus der näheren Umgebung sollen es sein, diese Schmutzfinken. 

    Der schmucke Baltershof

    So sind sie halt, die Lohrer. Sie unterteilen sich nicht nur in Mopper und Schnüdel, sondern auch in solchene und solchene. Solchene, die Ärger machen, und solche, die sich deswegen sorgen. Schließlich gibt es auch noch solchene, die sich einen Dreck um die Sorgen anderer kümmern und einfach mit Schönerem dagegen halten. Ich will nur ein Beispiel nennen, eines von vielen: Werft nur mal einen Blick in den Baltershof, wo ein Anlieger sein Anwesen mit einem Arrangement aus Geranien und anderem Grünzeug verschönert hat! Dazu gehört auch eine knallrote, blecherne Gießkanne. Es soll auch solchene geben, die diese Liebe zum Detail zu schätzen wissen.

    Liebevoll arrangiert: Blumenschmuck im Baltershof Foto: Roland Pleier

    Tja, und dann gibt es solchene, die sich freuen, dass die Baustelle Alte Brauerei im Zeitplan liegt. Wenn das stimmt, dann dauert es noch in etwa ein Jahr, bis die Märkte dort eröffnet werden. 

    Es gibt aber auch solchene, denen die langfristige Sperrung der Alfred-Stumpf-Straße stinkt. Einer davon hat sich dieser Tage bei mir Luft verschafft. Recht hat er. Auch während der Bauphase sei geplant, die Sperrung so kurz wie möglich zu halten, hat unser Bürgermeister vor 14 Monaten gesagt. Und, was ist draus geworden? Eine Dauersperre vom 25. Februar noch bis Ende Oktober. 

    Die Kehrseite der Medaille: Es würde länger dauern

    Wahrscheinlich, so hab ich mir überlegt, wär es auch kürzer gegangen. Wahrscheinlich aber hätte auch diese Medaille eine Kehrseite: Der Bau würde wohl teurer kommen und nicht so schnell hochgezogen werden können. Irgendwie ist halt alles relativ. 

    Relativ heftig wird es auch, wenn einst die Alte Brauerei und dazu noch das neue Parkdeck fertig sein werden. 7500 statt 5000 Autos rollen dann durch die Alfred-Stumpf-Straße - wenn sie denn rollen können. In Stoßzeiten droht Stop-and-go-Verkehr, wenn nicht Stillstand. Ich prophezei' es Euch jetzt schon: Da wird das Stückchen Straße selbst als Einbahnstraße zum Verdruss.

    Letzteren wünsch ich keinem. Im Gegenteil: Der Natur noch einen kräftigen Regenguss und Euch ein schönes Wochenende! Euer Bayerstürmer

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