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    Lohr

    Der Bayerstürmer: Warum Sportler mehr Hände brauchen

    Die Urkunde in der einen Hand, die Bierflasche in der anderen – welche jetzt zum Gruß noch geben? Die Lösung von Karl-Heinz Ebert ist suboptimal. Der Bayerstürmer weiß Rat. Foto: Roland Pleier

    Drei Dinge braucht der Mann: "Feuer, Pfeife, ..." Die Älteren unter uns erinnern sich an diesen Werbespruch. "Quadratisch, praktisch, gut", ist ein anderer bekannter Dreiklang. Beim Neujahrsempfang in Lohr wird daraus ein Vierklang: Wer dort ausgezeichnet wird, weil er sich ehrenamtlich engagiert oder sportliche Erfolge erzielt hat, der bekommt der Dinge vier.

    Als da sind: Einen warmen Händedruck des Bürgermeisters, eine kurze Würdigung in der Laudatio, eine Urkunde und als Dreingabe ein Zwei-Liter-Behältnis aus braunem Spessartglas mit mutmaßlich goldgelber Füllung aus Halsbach. 

    So weit, so gut. Nur haben den Pauls Mario am Mittwoch wohl leichte Zweifel beschlichen, ob dieses Präsent denn auch das rechte ist bei jedem der Geehrten. Höflich, wie man ihn kennt, erkundigte er sich. Die Reaktion zweier Damen könnte ihn erleichtert haben. Was folgte, war ein leichtes, aber vernehmbares Lächeln, ein etwas verhalten gezogenes "Jaaa" – und dann nach kurzem Zögern ein klares: "...– jetzt scho'!"

    Alte Hasen haben es zwar schon längst drauf. Doch Unerfahrene, die auf die Bühne geschickt werden, kamen gelegentlich in Kalamitäten. Gut: Die Laudatio ist was für die Ohren. Damit gibt's kein Problem. Doch wie sich vom Bürgermeister die Hand schütteln lassen, wenn man in der einen schon die Urkundenmappe hat und mit den Fingern der anderen den Henkel des "Lohr Beers" hält? E weng e Gewerch isses scho...

    Doch bevor jetzt die skurrile Forderung aufkommt, geehrt würden nur noch verdiente Mitbürger mit drei Armen haben, möchte ich in aller Bescheidenheit meinen Lösungsvorschlag unterbreiten: Macht Euch einfach vertraut mit der richtigen Reihenfolge: Erst schütteln, dann einsammeln, was der Bürgermeister und seine liebe Assistentin überreichen.

    Wobei: Mehr von etwas haben, das wollen sicher viele. Nicht nur die Stadträte, wenn sie demnächst über den städtischen Haushalt zu entscheiden haben, das Häuflein Geld, das es zu verteilen gibt. Vielleicht sollte der Pauls Mario mal genauer nachfragen bei der Wohlfarts Patricia in der Lindigsiedlung. "Bei Menschen wie Ihnen", so trug der Bürgermeister vor, "frage ich mich immer wieder, ob Ihr Tag nicht doch 30 Stunden hat."  

    Nun, da fällt mir der Trick ein, den mir ein erfolgreicher Unternehmer vor Jahren schon gesteckt hat. "Der Tag hat 24 Stunden", hat er mir verraten. "Und wenn das nicht reicht, dann nehme ich einfach noch die Nacht dazu..."

    Ein schönes Wochenende wünscht Euch mit einem Augenzwinkern Euer Bayerstürmer (rp)

    Bearbeitet von Roland Pleier

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