• aktualisiert:

    Rieneck

    Der Musikverein Rieneck feiert großes Doppeljubiläum

    Die Rienecker Musikanten im Jahr 1997 im Burghof nach einer fast 20-jährigen Erfolgsgeschichte seit der Gründung 1974, mit Vorsitzendem Waldi Horn (rechts), und den Dirigenten Armin Walter und Susanne Nickel daneben. Foto: Karl-Heinz Wiesenfelder

    Mit einem großen Zeltfest feiern die Rienecker Musikanten vom 30. Mai bis 2. Juni ein besonderes Doppeljubiläum: das Bestehen der Rienecker Musikanten seit nunmehr 45 Jahren, verbunden mit dem 35-jährigen Jubiläum des 1984 gegründeten Musikvereins in Rieneck. Unter dem Motto: "Von Freund zu Freund" hat der Festausschuss mit Armin Walter an der Spitze und den drei Vorsitzenden des Vereins ein unterhaltsames Programm für die Gäste vorbereitet.

    Die grundlegende Weichenstellung für die bis heute so erfolgreiche Weiterentwicklung der Blasmusik in der Stadt erfolgte am 31. Oktober 1974 durch die Gründung einer Jugendkapelle unter der Leitung von Waldemar Horn. Die bis zu diesem Jahr aktiven Mitglieder der 1955 gegründeten Musikkapelle Rieneck, hatten mit großen Musikernachwuchsproblemen zu kämpfen, und nach einer Werbekampagne und unerwartet großem Interesse von zwei Dutzend begeisterten Kindern und Jugendlichen traf man diese Entscheidung für eine Jugendkapelle, die sich zu einem Glücksfall für das musikalische Leben im Städtchen erweisen sollte.

    1984 wurden die Rienecker Musikanten gegründet

    Schon bald begannen die Proben, und beim 20-jährigen Bestehen der bisherigen Musikkapelle Rieneck war am 30. Mai 1975 der erste öffentliche Auftritt mit "Waldeslust" und "Horch was kommt von Draußen rein". Die Auftritte mehrten sich, 1976 schmückte die Nachwuchskapelle bereits eine schmucke Tracht, mit der die Kinder und dem stolzen Dirigenten Waldi Horn am Pult beim 90-jährigen Fest des Sängerkranzes groß auftraten. Inzwischen auf über 60 Mitwirkende angewachsen, richtete man 1978 gemeinsam mit der Prinzengarde des RFK das unvergessene Fest "Jugend tanzt und musiziert" aus, mit 27 Musikkapellen, 5 Spielmannszügen und 21 Tanzgruppen und -garden.

    Die Jugendkapelle eilte von Erfolg zu Erfolg und 1984 kam man zum Entschluss, der Kapelle einen neuen Namen verbunden mit Gründung eines eigenen Vereins zu geben: die "Rienecker Musikanten" wurden am 25. März 1984 mit Vorsitzendem Waldemar Horn aus der Taufe gehoben, und 152 Personen traten damals spontan dem "Musikverein e.V." als Gründungsmitglied bei. Der Nachwuchs behielt weiter den Namen "Jugendkapelle Rieneck". Im Jahr 1989 wurde für die Kapelle die "fränkische Tracht" angeschafft, ein Jahr später gründete Margitta Lehnigk die "musikalische Früherziehung" im Musikverein.

    1999 wurde das Musikheim gebaut

    Ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte ist 1999 der Bau eines eigenen Musikheims, in dem im Dezember 1999 die erste Musikprobe stattfand. Waldemar Horn übergibt 2002 den Vorsitz an Klaus Welzenbach, für seine Leistungen wird Horn zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Bis 2018 führte Klaus Welzenbach 16 Jahre den Verein, auch ihm wird die Würdigung als Ehrenvorsitzender verliehen, und heute stehen mit Annika Blank, Wolfram Lutz und Sebastian Wirthmann drei gleichberechtigte Vorsitzende an der Spitze des Musikvereins.

    Mit der Gründung von drei Bläserklassen sowie einer Bläserklasse für Erwachsene wird viel getan, um die Musik und besonders die Nachwuchsarbeit zu fördern und zu erhalten und unzählige Auftritte bei Vereinsfesten, kirchlichen Anlässen oder Ausflügen zu Partnerkapellen gehören bis heute zum festen Bestandteil der Aktivitäten des Musikvereins.

    Umleitungen wegen Straßensperrung

    Die Sperrung der Staatsstraße kurz nach Schaippach Richtung Rieneck wegen Anbindung der Umgehungsstraße hat für das Fest und die Besucher diverse Regelungen erforderlich gemacht. Offizielle Umleitungen sind von Gemünden über Ruppertshütten – Rengersbrunn – Burgsinn nach Rieneck oder von Gemünden über Gräfendorf – Burgsinn – nach Rieneck.

    Für Pkw und Lieferwagen bis Größe Sprinter ist auch die Umfahrung über ausgeschilderte Forstwege möglich. Daneben kann auch die Zugverbindung bis Bahnhof Rieneck genutzt werden, von hier ist man in fünf Minuten am Festplatz.

    Der Musikverein bietet aber noch einen besonderen Service an, der kostenlos genutzt werden kann. Mit mehreren Kleinbussen als Pendelverkehr kann man ab Parkplatz Gemünden/Möbel Berta über Schaippach/Sinnbrücke zum Festzelt in Rieneck von Donnerstag ab 11 Uhr, Freitag ab 18.30 Uhr, Samstag ab 17 Uhr und Sonntag ab 11.30 Uhr gelangen, jeweils im Zehn-Minuten-Takt. Zurück fahren die Kleinbusse Donnerstag bis 19 Uhr, Freitag und Samstag bis 2 Uhr nachts, und Sonntag bis 20 Uhr.

    Das Festprogramm
    Am 30. Mai ist mit dem "Musikalischen Vatertag" der Start des Festes, ab 11 Uhr unterhalten die Gäste eine ganze Reihe beliebte Kapellen.
    Am Freitagabend heißt das Motto: "Partymusik meets Rock!", zunächst mit den "Wiesenfeldern" und "heftich fränggisch", dann ab 21 Uhr mit der Band "Dynamite".
    Ein großer Festumzug steht am Samstag ab 18.30 Uhr im Mittelpunkt, 25 Gastkapellen und die Rienecker Ortsvereine nehmen daran teil. Dem folgt ab 20.30 Uhr ein "Böhmischer Abend" mit Anton Gälle und seiner Scherzachtaler Blasmusik.
    Am Festsonntag, 2. Juni, beginnt nach der Kirchenparade um 9.45 Uhr der Festgottesdienst in der Pfarrkirche. Ab 13 Uhr beginnt ein Spielenachmittag für die Kleinen, der Auftritt der Inklusionsband "MIPies" aus Lohr, und Auftritten der Bläserklasse und der Jugendkapelle des Vereins im Festzelt. Ab 14.30 Uhr ist großes Standkonzert mit befreundeten Gastkapellen sowie einem Sternmarsch geplant, und die "Wiesenfelder" spielen ab 16 Uhr zum Festausklang auf.
    Bei unzähligen Veranstaltungen, kirchlichen Feiern oder Festzügen umrahmen die Rienecker Musikanten mit ihrer Musik die Feiern, wie hier beim Kirchweihfestzug durch das Obertor in Rieneck an der Spitze der Ortsvereine. Foto: Karl-Heinz Wiesenfelder
    Die Nachwuchsförderung im Jahr 1974 hatte großen Erfolg: die Jugendkapelle wurde gegründet und bildete den Grundstein für den heutigen Erfolg der Rienecker Musikanten. Foto: Karl-Heinz Wiesenfelder

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!