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    Gemünden

    Der etwas andere Heimatfilm: „Wackersdorf“

    Der SPD-Ortsverein lädt zum Heimatfilm „Wackersdorf“ am Mittwoch, 8. Januar, um 18.30 Uhr in das Kino des Film-Photo-Ton-Museumsvereins im Huttenschloss ein. Der Abend beginnt laut Pressemitteilung mit einem kleinen Sektempfang, Getränke und Eintritt sind frei.

    Vor gut einem Jahr kam das spannende Politdrama in die Kinos, das den legendären Protest gegen die in den 1980er Jahren in der Oberpfalz geplante Atomare Wiederaufbereitungsanlage laut Mitteilung authentisch wiedergibt. In der strukturschwachen Region lag die Arbeitslosigkeit bei über 20 Prozent und die Bayerische Staatsregierung versprach durch die „Atomfabrik“ Arbeitsplätze und wirtschaftlichen Aufschwung. Die Lokalpolitiker und die Bürger merkten bald, auf welches gefährliche Abenteuer sie sich da einlassen würden. Sie begannen Widerstand zu leisten. Spätestens als der Staatsapparat unter Ministerpräsident Franz-Josef Strauß mit Gewalt gegen die sich aus allen Bevölkerungsschichten formierten Bürgerinitiativen vorging, wurde Wackersdorf in Bayern zu einem Synonym gegen staatliche Willkür.

    Regisseur Oliver Haffner hat jahrelang an diesem Projekt gearbeitet, bei dem Johannes Zeiler in einer der Hauptrollen den SPD-Landrat Hans Schuierer darstellt, der seine Zukunft aufs Spiel setzte, weil er kompromisslos für Recht und Gerechtigkeit kämpfte.

    Jürgen Keller, heute Bürgermeisterkandidat der SPD in Zellingen, wird als Zeitzeuge einiges zur damaligen Situation in Wackersdorf schildern. Er war als Polizeibeamter in Wackersdorf und nahm das Geschehen zum Anlass, aus dem Polizeidienst auszuscheiden, geht aus der Pressemitteilung hervor.

    Wegen der begrenzten Zahl der Sitzplätze bitte Anmeldung unter wackersdorf@spd-gem.de oder Tel.: (0160) 97208893.

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    Bearbeitet von Lena Bayer

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