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    MARKTHEIDENFELD

    Der nächste Sommer hat es in sich

    An dieser Stelle soll, obwohl es naheliegend wäre, mal eben nicht auf das vergangene Jahr zurückgeblickt und manch wehmütige Träne des Abschieds vergossen werden. Nein, ganz im Gegenteil: nach vorne geht der Blick ins hoffnungsvolle neue Jahr. Ihr wisst schon, wer mich dazu animiert hat. Genau, der Menigs Hermann, der in der Jahresschlusssitzung des Stadtrates den Hädefelder Bürgermeister des Jahres 2047, Dr. Ismail Habbib, aus dem Hut gezaubert hat. Mal schauen, ob ich das noch erlebe. Die Helga, unsere amtierende Chefin, die ist dann 90 und will noch mitmischen, wahrscheinlich im Seniorenbeirat.

    Was uns 2018 bringt? Im Rathaus Hanakam für Matschiner und Herrmann für Pilsl, sag ich jetzt spontan, wobei Letzteres noch unsicher ist, nachdem Stadtkämmerer Pilsl von unserer Rathauschefin schon zweimal bei öffentlichen Veranstaltungen in die Rente verabschiedet wurde. Vielleicht glaubt der Karl-Heinz ihr nach zwei Reinfällen beim dritten Mal nicht, winkt müde ab und planscht lieber weiter wie Dagobert Duck in den Hädefelder Goldtalern? Stellt sich quasi quer wie diese Woche der Schubverband „Inn“ auf dem Main, der partout in Marktheidenfeld bleiben wollte. Wenn das mal keine Schule macht, sonst müssen bei der alten Mainbrücke gleich alle Pfeiler raus, damit die Schiffe quer durch kommen.

    Und sonst? Irgendwann im Sommer wird die neue Stadtbibliothek eingeweiht, wenn dann alle Teppichböden geknüpft und verlegt sind und die Spachtelmasse abgetrocknet ist. Sommer ist eh viel besser als Frühjahr, denn dann kann man gleich die Urlaubslektüre ausleihen und außerdem ist es lange hell, wenn zur Eröffnung die Stadträte in der langen Lesenacht aus ihren Lieblingsbüchern vorlesen. Und wenn es dunkel wird gibt's Spukgeschichten, natürlich von der CSU, denn die Schwarzen sind farblich dafür prädestiniert.

    Ach ja. Deutschland wird natürlich Fußballweltmeister, wenn die Mannschaft jedes Spiel gewinnt. Und das werden wir beim Public Viewing ausgiebig bejubeln. Und wenn es nichts wird mit dem Titel, dann trösten wir uns auf der Laurenzi-Messe. Es ist die 70. Messe und wir feiern 70 Jahre Stadterhebung. Fällt euch was auf? Henne oder Ei? Wurde Hädefeld nur wegen der Messe zur Stadt oder hat es erst das Stadtrecht für die Messe gebraucht? Schwer zu sagen: Die Stadterhebung war im April, die erste Messe im August 1948, aber andererseits gab's schon seit 1790 einen Laurentius-Sommermarkt. Äh, weil es mir gerade einfällt: Gibt's eigentlich ein stadterhebendes Jubiläumsbier für uns Bürger?

    Morgen gibt es erst einmal das obligatorische Gläschen Sekt/O-Saft/Wasser. Ich sag schon mal: Prosit. Ein gutes, gesundes und mit freudigen Überraschungen gespicktes neues Jahr wünscht

    Euer Fischers Fritz

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