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    MAIN-SPESSART

    Deutschland verdient an Hilfspolitik

    Entschieden weist der CSU-Landtagsabgeordnete Thorsten Schwab die Äußerungen des AfD-Kreisvorsitzenden Kurt Schreck („AfD-Kandidat Kurt Schreck kritisiert: Augenwischerei“ vom 5. September) zurück. Keinesfalls habe er die Europäische Union in ihrer jetzigen Form infrage gestellt. „Die EU hat nicht nur eine große friedenssichernde Verantwortung, sie ist auch Überlebensgarantin, um im internationalen Gefüge politisch und wirtschaftlich im Wettbewerb mit den Märkten in Asien und Amerika bestehen zu können“, betont Schwab.

    Die von Schreck zitierte Aussage sei in der Berichterstattung über die Veranstaltung mit dem EVP-Fraktionsvorsitzenden Manfred Weber („Europäer werden, um Deutscher und Bayer zu bleiben“, Ausgabe 1. September) leider aus dem Zusammenhang gerissen und sehr verkürzt dargestellt worden. Schwab sei es bei seinen Ausführungen vielmehr darum gegangen zu betonen, dass auf europäischer Ebene derzeit richtungsweisende Entscheidungen anstünden, die vernünftige Lösungen und eine gute Kommunikation in den Mitgliedstaaten erforderten.

    Aus welchen Quellen sich die Prognosen von Schreck zur Europapolitik speisten, sei fraglich. Derzeit, so Schwab, sei Griechenland auf bestem Konsolidierungsweg und zahle seine Schulden mit Zins und Zinseszins zurück. Tatsächlich sei Deutschland momentan großer Profiteur der Milliardenhilfen: Seit 2010, so die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen, habe Deutschland insgesamt rund 2,9 Milliarden Euro an Zinsgewinn verdient.

    Bearbeitet von Joachim Spies

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