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    Lohr

    Die Maske gibt's bei der Tafel dazu

    Eine durchgehende Schutzwand aus Plexiglas wurde an der Ausgabe-Theke der Lohrer Tafel errichtet. Das Team ist erleichtert darüber, dass die Ausgabe wieder wie gewohnt stattfinden kann.
    Eine durchgehende Schutzwand aus Plexiglas wurde an der Ausgabe-Theke der Lohrer Tafel errichtet. Das Team ist erleichtert darüber, dass die Ausgabe wieder wie gewohnt stattfinden kann. Foto: Frank Zagel

    Die Lohrer Tafel hat am Mittwoch nach vier Wochen Zwangspause wieder unter strengen hygienischen Auflagen die Ausgabe von Lebensmitteln gestartet. Michael Donath und sein zehnköpfiges Team der Lohrer Tafel sind erleichtert: Nach vier Wochen geschlossener Räume fanden sich am Mittwoch wieder etwa 30 Bedürftige ein, um dringend benötigte Lebensmittel entgegenzunehmen.

    "Wir haben schon Rückmeldungen von unseren Klienten erhalten, dass die Situation eng wird und Lebensmittel knapp werden", erklärt Donath vor Ort im Gespräch mit der Redaktion. Zwar wurde in den vergangenen Wochen eine Notausgabe, einschließlich Lieferdienst, mit lang haltbaren Lebensmitteln und Backwaren ermöglicht. Die Ausgabe von Obst und Gemüse fand jedoch erstmalig wieder am Mittwoch statt. "Wie vor der Krise auch", betont der Geschäftsführer der Diakonie Lohr, dem die Tafel unterstellt ist. Eine große Dankbarkeit sei allgemein zu hören, sagt Donath.

    Schutzwand installiert

    "Es geht voran wie immer", zeigte sich auch Logistikleiter Hubert Beck über den Ablauf zufrieden. Vereinzelt müssen die Klienten auf den Mindestabstand hingewiesen werden, Rücksicht nehme jedoch jeder Besucher.

    Die vergangenen vier Wochen wurden genutzt, eine durchgehende Schutzwand aus Plexiglas an der Ausgabe-Theke anzubringen. Über Spenden des Rotary Clubs wurde diese von der Firma Weber Werbung errichtet. Zudem sind nicht nur Donath und seine ehrenamtlichen Helfer an strenge Hygienevorschriften gebunden. Auch alle Klienten müssen neben der Abstandsregel beim alleinigen Betreten des Gebäudes Mundschutzmasken tragen. Jeder Haushalt erhält neben der Ration an Lebensmitteln eine Maske dazu. Zu Engpässen komme es gegenwärtig nicht. Jedoch gibt Donath zu bedenken, dass durch die anhaltende Krise die Beschaffung von Spendengeldern und Waren künftig nicht mehr ausreichen könnte. Durch den angebotenen Lieferservice im Lohrer Altkreis würden die Finanzen sichtbar geschmälert. "Ich gehe davon aus, dass sich diese Situation den ganzen Sommer über fortsetzt", äußert Donath.

    Auf Lieferservice verwiesen

    Dennoch ermutigt Donath vor allem behinderte und ältere Menschen, den Lieferservice der Tafel anzunehmen. Auch Bedürftige sollen sich weiterhin an die Tafel wenden: "Ich gebe lieber einen Tafelschein mehr aus, als einen weniger."

    In ein bis zwei Wochen möchten die Mitarbeiter der Tafel auch wieder mit ihrem Tafelmobil in die Orte im Raum Lohr fahren, wünscht sich Donath. Unter Einhaltung der staatlichen Hygienevorschriften sollen Betroffene in den Dörfern versorgt werden. Bisher findet die Ausgabe mittwochs und samstags nur in den Räumen der Tafel in der Jahnstraße statt.

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