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    Rechtenbach

    Die Rechtenbacher Kötze lassen es krachen

    Die große Prinzengarde des FVRK.
    Die große Prinzengarde des FVRK. Foto: Jochen Kümmel

    Show-Time in der Kötzebütt: Mit Sketchen, Büttenreden und Gesangsdarbietungen hat es der Faschingsverein Rechtenbacher Kötze am Samstag in der voll besetzten Turnhalle mit einem tollen Bühnenprogramm wieder richtig krachen lassen.

    In der toll geschmückten Halle hieß das Motto: "It's Musical-Time in Rechtenbach". Zum zweiten Mal in Folge musste die Narrenschar ohne Prinzenpaar auskommen, was der neue Sitzungspräsident Christian Nübel sehr bedauerte. Zusammen mit Chantal Matreux führte das "Präsi-Duo" durch das fünfstündige Programm.

    Nach der "GRG-Verkostungsmethode Guck, Rich, Gurgel" schmeckten sich Petra Riedmann und Regina Hock als zwei Rechtenbacher Weinköniginnen durch eine Weinprobe. Bei der fachmännischen Verkostung konnten Hanglagen mit knackig frischer und klausklarer Säubargsnote, humorig und spitzzüngig am Gaumen, süffig, ausdrucksreich und ironisch im Abgang punkten.

    First-Lady gesucht

    Bauchredner Friedel (Frieda Wagner) scherzte mit Prinzenpüppchen Bärbel (Barbara Wagner) in zahlreichen Wortspielen über das Elend in der Glotze, Frauenarztbesuchen und Vibrator-Werbung. "Das wäre ein Prinz für mich", schwärmte die Baurednerpuppe von Vorstand Markus Hepp. Auch Bürgermeisterkandidat Christian Lang bräuchte jetzt bald eine "First-Lady", stellte Prinzenpüppchen Bärbel fest und bekam eine Abfuhr nach dem Motto, "der Tegernsee ist grad so schön".

    Bauchredner Friedel (Frieda Wagner) scherzte mit Prinzenpüppchen Bärbel (Barbara Wagner).
    Bauchredner Friedel (Frieda Wagner) scherzte mit Prinzenpüppchen Bärbel (Barbara Wagner). Foto: Jochen Kümmel

    Nach vier Jahren Abstinenz in der Kötzebütt kam die "Vierer-Kette" mit Carsten Breitenbach, Ralf Deutsch, Stefan Kraus und Guido Munser wieder zum Einsatz. Die Trainingspause war dem Gesangsquartett nicht anzumerken und sie waren mit geschliffenem Wort und schrägen Gesang sofort im Spiel. Eine Zugfahrt als Schlafwagenfahrt: Statt in Lohr endete die Fahrt in Frankfurt. Nach einem Frühstück ging es zurück, wo dem Akteur dasselbe Missgeschick passierte, er den Bahnhof Lohr erneut verschlief und die Reise schließlich in Langenprozelten ein Happy End fand.

    "Ey Mutter, ey, wir haben eine Reise gewonnen", erzählte Jutta Staub in ihrer Büttenrede "Eine, die eine Reise macht". Städtereise nach Wahl, nach Maß, eine Reise nach Wunsch –alle Orte kennt sie nicht. "Da wäre es doch besser gewesen, man hätte sich das einfach aussuchen können, wo man hin will", witzelte die Urlauberin. Die aufregende Fahrt führte schließlich nach Berlin, wo allerlei Überraschungen warteten.

    Witze aus der Männerwelt

    Kein Auge trocken blieb beim Gastspiel des Faschingsvereins Pflochsbach, als eine Tochter (Janina Wiesner) ihren Vater (Jürgen Wiesner) in der Arztpraxis "Dr. Schweißmantel" (Elke Dildey) wegen Durchfall vorstellte. Viel Licht ins Dunkle brachte das Patientengespräch mit einer überragenden Gestik, Mimik und Optik.

    Zwei Büttenluder Chantal Matreux und Silvia Arslan sorgten auch nach Mitternacht mit ihren Männer- und Liebesgeschichten aus dem letzten Jahr mit ihren eindeutig, zweideutigen Anspielungen für Lachsalven im Saal. Sie machten klare Ansagen, bei dem die Männerwelt kräftig ihr Fett wegbekam. "Männer werden sechs Jahr alt, dann wachsen se nur noch", klärte die eine auf. Von "Stößchen" zu "Stößchen" liefen die beiden Büttenluder zur Höchstform auf. "In Wirklichkeit bin ich schlank, aber ich lebe es nur nicht so aus", scherzte die andere.

    Einen überragenden Gardetanz mit toller Harmonie und viel Eleganz bei flotter Marschmusik zeigten bei der Prunksitzung die elf Mädels der Prinzengarde. Die bunte Tierwelt und die Schönheiten der Serengeti zauberten die "Kötzedänza" mit ihrem Musicaltanz "König der Löwen" auf die Bühne.

    "Kein Bock auf Schule, lass uns mal ein bisschen Spaß haben", rockten die zwölf Minizicken die Bühne, als Lehrer Adrian noch etwas aus dem Lehrerzimmer holen musste. Die Space-Girls starteten mit ihrem Showtanz nach Malle ab. Mit den "Goldenen 20ern" setzte das Männerballett mit Spezial-Guest Tina Turner (Wolfgang Adolf) den Schlusspunkt. Für die musikalische Umrahmung sorgten die Rechtenbacher Musikanten.

    Absolter Hinkucker: Star-Gast beim Männerballett Tina Turner.
    Absolter Hinkucker: Star-Gast beim Männerballett Tina Turner. Foto: Jochen Kümmel
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    Bearbeitet von Jochen Kümmel

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