• aktualisiert:

    Rieneck

    Die Trinkwasserversorgung beschäftigt Rieneck weiter

    Rechtzeitig zum Weihnachtsfest stellten die Stadträte Silvester Krutsch und Lothar Keßler die seit langem im Stadtrat beschlossene Burgbeleuchtung fertig. Am Wochenende strahlte nun auch die talzugewandte Seite des Rienecker Wahrzeichens, der Pfadfinderburg in freundlichem Licht. Alle die auf der neuen Umgehungsstraße in der Nähe des Rienecker Kreisverkehre unterwegs sind, können nun vorläufig an den Wochenenden und Feiertagen auch nachts das historische Bauwerk bewundern. Foto: Helmut Hussong

    Gegenüber dem Vorjahr sind die Wasserverluste im Jahr 2017 im Trinkwassernetz der Stadt von 23,1 Prozent auf 18,8 Prozent gefallen. Sie lagen damit im Jahr 2017 weiterhin über den angestrebten Richtwerten von zehn Prozent. "Wir werden auch weiterhin daran arbeiten, die Verluste zu begrenzen", sagte Bürgermeister Wolfgang Küber in der Jahresabschlusssitzung des Stadtrates.

    Ursache dafür seien immer wieder Wasserrohrbrüche, die bei dem Alter und der Größe des Trinkwassernetzes immer wieder auftreten könnten. Der kaufmännische Jahresabschluss der Wasserversorgung für das Jahr 2017 von 311 655 Euro in Aktiva und Passiva wurde vom Gremium festgestellt und der Jahresgewinn von 12 627 Euro wird zur Tilgung der Verlustvorträge verwendet.

    Bürgerzentrum erwirtschaftete Verlust

    Laut dem kaufmännischen Jahresabschluss 2017 für das Bürgerzentrum erwirtschaftete die Kommune dort einen Verlust von 80 722 Euro, den die Stadt tragen muss. "Früher gab es mehr Faschingsveranstaltung und auch mehr größere Feiern wie Hochzeiten und Geburtstagsfeiern", nannte Küber zwei Gründe für den Rückgang der Einnahmen bei den Benutzungsgebühren. Diese sanken von 10 000 Euro auf 7000 Euro.

    Zwar halbierte sich auch der Gebäudeunterhalt von 28 000 Euro auf 14 000 Euro, aber der Personalaufwand stieg dem gegenüber relativ deutliche von 16 000 Euro auf 25 000 Euro. Der Bürgermeister hofft, dass nach Fertigstellung der Saalrenovierung die Nutzungsfrequenz wieder ansteigt.

    Trinkwasserversorgung beschäftigt Stadtrat auch in 2020

    Die dem Gremium von der Stadtverwaltung vorgelegte Jahresrechnung 2018 weist für den Verwaltungshaushalt 4 351 805 Euro in Einnahmen und Ausgaben aus. Die des Vermögenshaushaltes betrugen 1 260 671 Euro. Dem Vermögenshaushalt konnten 739 400 Euro und der allgemeinen Rücklage 622 948 Euro zugeführt werden. Im Jahr 2018 erfolgte keine Kreditaufnahme. Diese Jahresrechnung wurde von Stadtrat bestätigt. Die geplante Abstimmung über die Kreditaufnahme für das aktuelle Haushaltsjahr wurde von der Tagesordnung abgesetzt und in das erste Halbjahr 2020 verschoben. Der Kredit werde voraussichtlich erst zu diesem Zeitpunkt benötigt, hieß es.

    Auch für die Zukunft möchte der Stadtrat die Leistungsfähigkeit der Trinkwasserversorgungsanlage sicher stellen. Dazu stellten im vorangegangenen Treffen drei Fachbüros ihre unterschiedlichen Konzepte vor. Aktuell entschied nun das Gremium, dass das Ingenieurbüro Jung (Kleinostheim) künftig die Stadt Rieneck bei der Ertüchtigung der Wasserversorgung begleitet.

    Als vorrangig anstehende Aufgaben nannte Küber die Überrechnung der Leistungsfähigkeit der Hydranten zur Sicherstellung der Löschwassermengen, sowie einen Ringschluß der Trinkwasserleitungen zum Gewerbegebiet.

    Energetische Sanierung des Bürgerzentrums stand oft auf der Tagesordnung

    In seinem Jahresrückblick ging stellvertretender Bürgermeister Hubert Nickel auf wesentliche Punkte der Stadtratsarbeit ein. Die ernergetische Sanierung des Bürgerzentrums beschäftigte das Gremium in vielen Zusammenkünften. Die endgültige Fertigstellung ist für April 2020 vorgesehen. Dennoch sollen die Prunksitzungen des RFK im Januar stattfinden können.

    Beginnend am 28. Februar 2018 und nach vielen weiteren Besprechungen gründete sich am 13. März in diesem Jahr auf der Burg Rieneck die "Laden Rieneck UG" mit fünf Gesellschaftern (Musikverein, Sportverein, RFK, Touristikverein sowie der IG Brauchtum und Kultur) und rund 400 stillen Gesellschaftern. Am 13. April wurde das ehemalige Kaufhaus Welzenbach durch die neue Gesellschaft wieder eröffnet.

    Den angestrebten Neubau an anderer Stelle bezeichnete Nickel als Pilotprojekt für das Integrierte Städtebauliche Entwicklungs- Konzept (ISEK). Durch die Regierung von Unterfranken und einem noch auszuwählenden Büro soll das Vorhaben im Jahr 2020 vordergründig untersucht und möglichst schnell und zügig auf den Weg gebracht werden.

    Ausblick auf künftige Projekte

    Hubert Nickel erwähnte in seinem Bericht exemplarisch noch weitere Maßnahmen, wie die Umgehungsstraße, den Felsabgang Rotenberg, die Einbahnregelung Lamperweg, Wasserversorgung, Stadtwald und künftige Regionalprojekte der Sinngrundallianz. Für die zukünftige Arbeit erinnerte er ferner an die in der Stadtratsklausur erarbeiteten Handlungsfelder, wie Nahversorgung, Bebauung Rotenberg/Hauptstraße, Parkplatzgestaltung, Sanierung Hauptstraße, Umfeld Bürgerzentrum und Umbau Rotenberg.

    Auf die leicht sinkende Einwohnerzahl Rieneck wies Bürgermeister Wolfgang Küber in seinem Schlußbericht hin und ging kurz auf die Themen der jüngsten Bürgerversammlung ein: Im Juni 2019 hatte die Stadt noch 1939 Einwohner. Im Vorjahr waren es 1973 Einwohner. Wichtige Themen in der Bürgerversammlung waren die Baumaßnahmen im Bürgerzentrum, die Architekt Armin Kraus erläuterte und der Bericht des Revierleiters Matthias Schleich zur Situation im Stadtwald.

    Bürgermeister dankte allen, die zum Wohl der Allgemeinheit tätig sind

    Zu den weiteren Projekten der Stadt verwies Küber auf den Bericht seines Vertreters Hubert Nickel. Mittlerweile bleibe es nicht aus, dass auch Kommunalpolitiker in den sozialen Medien unsachlichen, teilweise üblen Nachreden ausgesetzt sind. Hier sei es notwendig entsprechend tätig zu werden. Auch in der Verwaltung werde man teilweise in aggressiver Art angegangen. Unsachliche und falsche Äußerungen werde er künftig entschieden zurück weisen und nötigenfalls rechtliche Schritte einleiten.

    Der Bürgermeister stellte den Dank an seine Stellvertreter Hubert Nickel und Edith Reuter, den Stadträten, der Verwaltung und den vielen Bürgern, die ehrenamtlich zum Wohle der Allgemeinheit tätig sind, in den weiteren Mittelpunkt seiner Rede.

    Die Sicherstellung der künftigen Rienecker Trinkwasserversorgung will der Stadtrat in den nächsten Jahren Schritt für Schritt angehen. Dazu zählen die ausreichende Löschwasserversorgung an allen Hydranten und der Ringschluß der Trinkwasserleitung zum Gewerbegebiet. Foto: Helmut Hussong

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!