• aktualisiert:

    Karlstadt

    Die Visionen der FDP für Karlstadt

    „Wir brauchen eine Strategie für Karlstadt und Visionen, wie die Stadt in 20 Jahren aussehen soll. Das vermissen wir“, teilt die FDP in einer Presseerklärung mit. Die Partei, die mit einer Liste zur Kommunalwahl im März antreten wird, hat ihr Wahlprogramm mit Themen wie Wohnen, Tourismus, Wirtschaft, Jugend, Kindergärten und mehr erstellt.

    "Mit seiner guten schulischen, kulturellen, gastronomischen Infrastruktur und seinem attraktiven Freizeitangebot muss die Kreisstadt ,Wohnen in Karlstadt' attraktiver machen, indem es die Wohnsituation wesentlich verbessert", heißt es im Pressetext. Es fehle an Miet-Wohnraum, und  Kaufimmobilien und sozialem Wohnungsbau. Die FDP wünscht sich auch stadtnahe Baugebiete für freistehende Einfamilienhäuser mit familiengerechten Grundstücksgrößen, Häuser für Mehrgenerationen sowie städtischen Anreizen zum Grundstückstausch, um Baulücken zu schließen. 

    Ideen für den Tourismus

    Die Liberalen rechnen mit einem Tourismus-Wachstum, "denn immer mehr Asiaten besuchen Franken und auch dessen kleine Städte". Mit kommunaler Förderung von Hotels und Pensionen könne Karlstadt partizipieren. Eine Jugendherberge oder ein Biker Hotel in der oberen Hauptstraße hätte deren Belebung zur Folge. Wanderfahrten auf dem Main mit Kanu oder Boot könnten eine Einnahmequelle bilden - den Ausbau der Laudenbacher Marina oder den Bau einer Marina mit Campingplatz zwischen Mühlbach und Karlburg vorausgesetzt. 

    Arbeitsplätze in Handwerk und Industrie zu halten und die bestehenden Betriebe mit guter, ökologisch ausgewogener Infrastruktur zu unterstützen, ist der wichtig. Daher befürwortet die FDP den Ausbau der B26n bei Schonung der Naherholungsgebiete und Lärmschutzmaßnahmen für betroffene Anwohner. 

    Die 18-jährige Stadtratskandidatin Amelie Goldberg sagt: „Wir brauchen ein kostengünstiges Nachverkehrsticket für Jugendliche.“ Auch für städtische Existenzgründerdarlehen beim Aufbau von Ladenstrukturen im Bereich Re- und Upcycling, sowie Second-Hand-Läden, macht sich die FDP stark.

    Der Erziehermangel und die engen räumlichen Verhältnisse in den Kindergärten müssen nach Ansicht der FDP "beseitigt werden". Förderung für die Ausbildung von Quereinsteigern zu regulären Erziehern seien eine Lösung.

    Busbahnhof und Car-Sharing

    "Wir brauchen einen gut ausgebauten Busbahnhof (nördlich des Bahnhofs), der klimafreundlich dem öffentlichen Nahverkehrsaufkommen gerecht wird und ein Car-Sharing-Angebot", heißt es im Wahlprogramm. Nach Schließung des Krankenhauses seien örtliche Notfallversorgung und eine breite fachärztliche Versorgung der "Mindeststandard".

    Für die Stadtverwaltung hat Paul Merklein Pläne: „Wir wollen unwirtschaftliche und bürgerferne Bereiche, wie die Verkehrsüberwachung zurückfahren und publikumsstarke und dienstleistungsnahe Sachgebiete, wie Hauptamt und Einwohnerwesen personell besser ausstatten.“

    Die FDP stehe nicht für ein "Weiter so" im Stadtrat, sondern sieht sich als "unverbrauchte politische Kraft, die nicht durch jahrelange Mandate träge geworden ist". Sie wolle "eine liberale, aber dennoch sozial ausgewogenen Politik für alle Bürger machen.“

    Zwei Mal wöchentlich bequem per E-Mail:
    Abonnieren Sie jetzt den kompakten Main-Spessart-Newsletter!

    Bearbeitet von Markus Rill

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!