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    Retzbach

    Die Welt mit anderen Augen betrachten

    Roland Kennerknecht, Ingrid Kronthaler und Hans-Georg Barsch zeigen ihre fotografischen Kunstwerke im Alten Rathaus von Retzbach. Foto: Günter Roth

    Gute Fotografen erfinden die Welt zwar nicht neu, aber sie betrachten sie oft mit anderen Augen und zeigen sie aus ungewöhnlichen, manchmal auch fantastischen Perspektiven. Eine Fülle von fotografischen Eindrücken zeigt das Trio Hans-Georg Barsch, Ingrid Kronthaler und Roland Kennerknecht im Alten Rathaus in Retzbach.

    So vielfältig wie die künstlerischen Ansätze der drei Fotografen sind auch die Ergebnisse, die den Betrachter in ihren Bann schlagen, ihn faszinieren und ihn nicht selten staunen machen. Barsch beispielsweise ist der experimentelle Typ, der oftmals mithilfe von Lichteffekten und Verfremdung am Computer unglaubliche Bilder erzeugt. Da ist ein normaler Flummi, fotografiert per Langzeitbelichtung mit einem Stroboskop-Blitz, sodass eine scheinbare Bewegung zu sehen ist, oder auch eine eindrucksvolle Rotation des nächtlichen Sternenhimmels.

    Ingrid Kronthaler zaubert mit ihrer Kamera Motive, die an ein Landschafts-Aquarell erinnern, sie zaubert aber auch beim Betrachter ein Lächeln auf die Lippen, wenn beispielsweise kleinste Falter um die Nasen von Erdmännchen flattern. Der Dritte im Bunde ist Roland Kennerknecht mit bizarren Landschaftsaufnahmen mit rauer, vom Vulkangesteinsäulen zerklüfteter nordirischer Küste "Giants Causeway", aber auch mit dem "Portrait"  eines grauen Eisvogels mit raffiniert gesetzten Wasserspiegelungen und dem Wechsel von Schärfe und Unschärfe.

    Bei der Vernissage im Alten Rathaus sprach Alfred Söhlmann, der Vorsitzende des Würuzburger BSW-Fotoclubs, die einführenden Worte und betonte die jeweils eigene Bildsprache der drei Künstler, die fotografisch das tun, was andere nicht tun, nämlich ihre eigene Individualität in Form und Inhalt in ihre Bilder einfließen zu lassen. So entstehe aus Alltäglichem ein Werk, vor dem der Betrachter staunende stehe und meine: "So hab' ich das noch nie gesehen."

    Die Ausstellung ist noch am Samstag und am Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

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