• aktualisiert:

    HAFENLOHR

    Digitalministerin Dorothee Bär besuchte Paidi

    Einblick in die Baby- und Kindermöbelbranche bekam Dorothee Bär (CSU), Staatsministerin für Digitales, am Mittwochnachmittag bei der Firma Paidi in Hafenlohr. Arrangiert hatte den Besuch ihr Parteikollege Thorsten Schwab, der auch Bürgermeister von Hafenlohr und Landtagsabgeordneter ist.

    Nach einer kurzen Führung durch den Betrieb mit Betriebsleiter Lothar Rexroth stellte Verkaufsleiter Roland Schreck in einem Konferenzraum die Paidi Möbel GmbH vor, die aus der 1917 in Hafenlohr gegründeten Holzwarenfabrik Hofgut hervorgegangen ist. Die ersten 300 Kinderbettchen wurden seinen Worten nach 1935 hergestellt, 1940 habe die Kinderbetten-Jahresproduktion bereits mehr als 88 000 Stück betragen.

    In Hafenlohr rund 170 Mitarbeiter

    Laut Schreck beschäftigt Paidi in der Firmenzentrale in Hafenlohr aktuell rund 170 Mitarbeiter. Knapp 9000 Quadratmeter des 58 000 Quadratmeter großen Firmengeländes seien Produktionsfläche, rund 15 000 Quadratmeter Lagerfläche.

    Deutlich größer sei der seit 1993 bestehende Standort in Polen mit 407 Mitarbeitern. Das Werksgelände dort habe eine Größe von 114 000 Quadratmetern, die Produktionsfläche betrage 16 000 Quadratmeter.

    Im Jahr 2016 lag der Umsatz laut Schreck bei rund 66 Millionen Euro – das entspreche einem Verkaufspreisvolumen von knapp 120 Millionen. Der Umsatz sei derzeit tendenziell leicht steigend.

    Schreck betonte, dass die bei Paidi hergestellten Möbel auch für Kleinkinder ungefährlich seien; unter anderem verwende man ausschließlich ungiftige Lacke. Zudem sei Paidi – der Name komme aus dem Griechischen und bedeute „dem Kinde“ –, ein klimaneutraler Möbelhersteller.

    Von vernetzten Maschinen noch weit entfernt

    Auf die Frage von Digitalministerin Bär, ob die Maschinen in der Produktion miteinander vernetzt seien, sagte Geschäftsführer Andreas Reiter, davon sei man „noch sehr weit entfernt“. Dies liege auch daran, dass die Maschinen teilweise schon älter, aber ausreichend für die Produktion seien. Bei einem Versuch mit einer neuen Anlage am Firmenstandort Polen sei man „auf die Nase gefallen“.

    Auf eine weitere Frage Bärs, ob Paidi auch mit externen Designern zusammenarbeite, sagte Schreck, man nehme immer wieder mal externe Designer herein, auch wenn man seit acht Jahren einen festangestellten eigenen habe. Allerdings seien den Ideen der Designer durch bestehende Sicherheitsvorschriften enge Grenzen gesetzt.

    Und am Ende hatte Bär dann sogar noch einen Tipp für die Paidi-Leute: die Firma solle sich noch einen Instagram-Account zulegen – Facebook sei „höchstens was für Großeltern“.

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (8)

      Kommentar Verfassen

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!