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    Gemünden

    E-Bike laden ohne Ladegerät

    Weil E-Bike-Akkus nicht standardisiert sind, müssen Radler auf längeren Touren ihr Ladegerät mitnehmen. Neue Ladestationen machen das im Spessart überflüssig.
    Neben der schon bestehenden Ladestation für E-Bikes an der Tourist-Info will die Stadt Gemünden im Rahmen des Leader-Projekts "Wald erfahren" zwei neue einrichten, an denen der Akku geladen werden kann, ohne dass man wie bei den bestehenden das Ladegerät benötigt. Foto: Michael Mahr

    Die Stadt Gemünden wird sich am Projekt „Wald erfahren“ beteiligen und zwei neue Ladestationen für E-Bikes neben der Tourist-Info installieren. Die können Radler auch dann benutzen, wenn sie nicht ihr eigenes Ladegerät mit Trafo mitführen. Der Stadtrat beschloss in seiner Sitzung am Montag die Beteiligung an dem Leader-Projekt.

    Die Ladestation mit zwei Anschlüssen kostet rund 7000 Euro. Die Stadt kann mit einer Förderung von rund 4000 Euro rechnen. Am vorgesehenen Standort neben der Tourist-Info in der Scherenbergstraße sind bereits Fahrradständer vorhanden, so dass diese nicht eigens angeschafft werden müssen. Auch auf die sonst vorgesehenen zwei Steckdosen als zusätzliche Anschlussmöglichkeit für herkömmliche Ladegeräte kann verzichtet werden, da neben der Gemündener Tourist-Info bereits zwei solche E-Bike-Ladepunkte vorhanden sind, die man nutzen kann, wenn man sein eigenes Ladegerät mitführt.

    Der Tourismusverband Spessart-Mainland wird Werbung machen für das Netz neuer E-Bike-Ladestationen, das sich über die drei bayerischen Spessart-Landkreise Main-Spessart, Aschaffenburg und Miltenberg erstecken soll. Die neue Ladestationen sollen die rund 50 ergänzen, die seit 2017 im Rahmen des Projekts „Wald erfahren“ bereits geschaffen wurden. Alle Ladestationen sind auf der Internetseite des Projekts verzeichnet, die unter der Adresse www.walderfahren.de im Netz zu finden ist.

    Um die Ladestation zu nutzen, müssen sich Radler nur das Kabel gegen Pfand in der Tourist-Info ausleihen. „Und wenn die Tourist-Info geschlossen ist?“, wurde Bürgermeister Jürgen Lippert gefragt. Diese Zeiten könnten eventuell über eine Kooperation mit der örtlichen Gastronomie abgedeckt werden, die dann den Kabelverleih abwickeln würde.

    Die Stadträte votierten mit großer Mehrheit für die Beteiligung an dem Leader-Projekt. Es gab nur eine Gegenstimme.

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