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    Steinbach

    Edelmannsköpf: "Mario Paul ist unser Burgerking"

    "Die aus dem Garten kommen": Das Männerballett eroberte als Frühlingsboten die Bühne. Foto: Gisela Büdel

    Die fünfte Jahreszeit ist für die Steebicher Edelmannsköpf (SEK) Herzenssache: Sei es der Gastauftritt des Lohrer Stadtrates Ernst Herr, der bei »Herzblatt« die Sympathie der verführerischen »Zenzi« gewann oder das romantische »Merci Cherie« mit Manfred Müller in Udo Jürgens' weißem Bademantel.

    Rund 150 Besucher feierten die erste Faschingssitzung am Freitagabend im Gasthof »Adler« mit Tanz und Musik, Bütt und Lokalkolorit. Die Erkennungsmelodie der »Tagesschau« eröffnete das »Steinbacher Abendprogramm«.

    Laut Pascal Goldbach falle das Wetter in Lohr aus Kostengründen aus, denn »ein hinten liegendes Tief kommt vorne nicht mehr hoch«. Moderiert und mit Sketchen gespickt wurde das vierstündige Spektakel von Gerlinde Appelt und Manfred (Seppl) Goldbach.

    Fantasievolle Kostüme

    Paradenummern des Abends waren die zehn Tänze: Fantasievolle Kostüme und originelle Choreografien zauberten magische Momente. Ihr geglücktes Debüt als leichtfüßiges Tanzmariechen gab Neela Herrmann, die von ihrer Oma Heidi Maaß trainiert wurde. Als Kinderheldin »Pippi Langstrumpf« wirbelten die Tanzmäuse über die Bühne. Die Blaue und Rote Garde glänzte in ihrem Gardeauftritt oder mit asiatischer Anmut und der heißen arabischen Nacht.

    Geglückte Partnersuche: Zenzi (Madeleine Rücker) fand im Lohrer Stadtrat Ernst Herr ihr "Herzblatt". Foto: Gisela Büdel

    Ob Bubeballett »Alt« als Tanzpaare mit überdimensionalem Kopfschmuck oder »Neu« im »Schwanensee«: Beide Formationen der SEK-Bube ernteten großen Applaus. »Mein kleiner grüner Kaktus«: Seine Liebe zur Botanik bewies das Männerballett im amüsanten Showtanz unter dem Motto »Die aus dem Garten kommen«.

    So manches Männerherz höher schlagen ließ die »Höschter Tanzgruppe« in internationaler Besetzung: Farbenprächtige Kostüme und exotischer Charme der sechs Grazien entfachten brasilianische Lebensfreude. Über »Steebichs brave und freundliche Leut'« berichteten die beiden Dorfplauderer Ingrid und Maximilian Czermin. Gelästert wurde über »Baywatch für Arme«, sprich Nischis (Thomas Nischalke) Kostümierung 2018. Gespannt wartete das Publikum auf die »Wunderbox« (Florian Czermin, Marcel Geiger, Tim Wiegand), die wie von Zauberhand bis auf den zähen Härtefall jede Krankheit heilte.

    Cool man: Mit seinen Liedern und Texten war Manfred Müller wie in jedem Jahr der "Steebicher" Publikumsliebling. Foto: Gisela Büdel

    Lieber »unanständig jung« statt »anständig alt« hieß die Devise von Monika Beller: Sie - früher mit Lava in den Adern - sparte das Thema Sex im Alter aus, denn »er ist der Rede nicht wert«. Ihre Bilanz: »Oben klar und unten dicht, mehr wünsch' ich mir im Alter nicht.«

    Ernst Herr bei »Herzblatt«

    Beste Unterhaltung bot die Partnersuche von Madeleine Rücker als Zenzi. Nach dem Misserfolg bei »Bauer sucht Frau« lag die letzte Hoffnung auf dem TV-Format »Herzblatt«. Kurzerhand saßen mit Stadtrat Ernst Herr und »Schotte« Christoph Kolbe zwei Flirtpartner hinter der Schattenwand. Die rote Rose ging an Ernst Herr, der seine Liebste »zum Zapf in die Wurschtküche« einlud.

    »Wie reimt sich das zusamm'?«, fragte Multitalent Manfred Müller im bayerischen Gstanzl frei nach Gerhard Polt und der Biermösl Blosn. Ob an Clavinova oder Akkordeon: Unter herzhaftem Gelächter stimmte der Saal mit ein, als es hieß: »Die Angie ist die Kanzlerin, der Markus sitzt im Landtag drin und Mario Paul ist unser Burgerking«. Oder: »Die Stadthalle hat sieben Ecken. Am Stadtstrand gibt's bald Eis zum Schlecken. Im Stadtrat tun sie die Zähne blecken«. Fazit: »So reimt sich das zusamm'.«

    Begleitet von der Handy-Lichtshow im Saal stellte sich zu »Merci Cherie« Romantik pur ein. Großen Spaß hatte das närrische Volk am Rap für Stadtrat und Postzusteller Richard Eyrich, am »Sitzpinkelbubi«, »Dachdecker-Schecker-Wecker« oder »Brückle übern Buchebach nü«.

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