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    Lohr

    Ein Knochenjob – ausgeführt mit Herz

    »Wir sind bereit, es weiterhin zu schaffen.« Dies versprach der stellvertretende Vorsitzende Joachim Salzmann am Donnerstagabend bei der am Donnerstagabend bei der Feier des 40-jährigen der Lohrer Sozialstation St. Rochus im Pfarrheim St. Michael in Lohr. Aber der Aufwand ist groß und die Anonymität nimmt durch viele Einzelhaushalte zu.

    Andererseits freuen sich Hunderte alter Menschen, wenn sie ein- bis zweimal am Tag Besuch bekommen. Die Arbeit sei ein Knochenjob und es könne längst nicht alles refinanziert werden, ließ der ehemalige Finanzbeamte durchblicken.

    »Es ist gut, dass es in Lohr die von St. Rochus gibt«, fasste er die Arbeit zusammen, die mit hohem moralischem Anspruch geleistet wird und auch dafür sorgt, dass alte Menschen ihr Herz ausschütten können.

    Mit und ohne Damen aus den ersten Jahrzehnten hielt der stellvertretende Vorsitzende des Trägervereins, Joachim Salzmann, einen Rückblick auf 40 Jahre Sozialstation St. Rochus Lohr, erinnerte an Personen und Geschichten. Über Anspruch und Leistungen der Sozialstation heute sprach Geschäftsführer Sebastian Puglisi unter dem Motto »Pflege da, wo die Menschen leben«.

    Umrahmt wurde die Feier vom Streichensemble der Lohrer Musikschule unter der Leitung von John Walkowiak.

    Wichtig sei, dass hinter der Pflege ein echtes Herz stehe und die persönliche Ansprache nach starker Hilfe in Notlagen, verdeutlichte die Kreisvorsitzende des Caritasverbandes, Magda Hartmann (Steinfeld). Auch sie dankte den 35 Pflegekräften und ebenso vielen Ehrenamtlichen.

    2300 Menschen mit Demenz

    Im Rahmen der rund zweistündigen Feier hielt der Chefarzt der Neurologie im Klinikum Main-Spessart, Privat-Dozent Peter Kraft, einen Kurzvortrag über Demenzerkrankungen und zwar im Lichte der demografischen Entwicklung im Kreis.

    Dabei visualisierte der seit zweieinhalb Jahren in Lohr wirkende Mediziner den Alterungsprozess der Bevölkerung, die zunehmenden dementiellen Erkrankungen und den wachsenden Pflegebedarf. Derzeit leben im Kreis rund 2300 Menschen mit der Volkskrankheit Demenz. Bis 2060 wird sich ihr Anteil auf vier Prozent verdoppeln.

    Unter anderem könnten lebenslanges Lernen, Lesen, gesunde Ernährung und Bewegung helfen und Netzwerke die Versorgungsdefizite lindern. Bis März sollen über 50 Veranstaltungen im Landkreis Verständnis in der Bevölkerung verbessern.

    Bearbeitet von Günter Weislogel

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