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    Karlstadt

    Ein Zeichen großer Wertschätzung

    Schulamtsdirektorin Karin Auth (vorne Dritte von links) ehrte in einer Feierstunde langjährige Lehrkräfte aus dem Landkreis Main-Spessart. Foto: Günter Roth

    Mehr als eine halbe Million Stunden haben die insgesamt 21 Lehrerinnen und Lehrer an den Grund- und Mittelschulen im Landkreis Main-Spessart unterrichtet. Deshalb ehrte die Schulamtsdirektorin Karin Auth im Rahmen einer Feierstunde acht Pädagogen für 40 Jahre und 13 für 25 Jahre Dienst an den Schulen im Schulamtsbezirk.

    Der Empfang im großen Sitzungssaal des Landratsamts sei ein kleines Zeichen der großen Wertschätzung für die unverzichtbare Arbeit der geehrten Lehrkräfte, sagte Auth in ihrer Ansprache. Kaum ein Außenstehender könne ermessen, was es bedeute 25 oder gar 40 Jahre lang unentwegt, tagtäglich engagiert und immer wieder hochmotiviert mit Kindern zu arbeiten und gleichzeitig die gegenwärtige rasante Entwicklung auf allen Gebieten mitzumachen.

    In Anlehnung an eine Rede des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier anlässlich des 100-jährigen Bestehens der deutschen Grundschulen, stimmte Schulamtsdirektorin Auth mit diesem überein, dass die Grundschule - und mit ihr die Mittelschule - eine echte Erfolgsgeschichte geworden sei. Zahllose Lehrer hätten aber zu dieser Erfolgsgeschichte beigetragen und gemeinsam dafür gesorgt, dass das tägliche Miteinander von Kindern unterschiedlicher sozialer, kultureller Herkunft, von unterschiedlichen Fähigkeiten und Interessen gelinge.

    Dies sei eine gewaltige Aufgabe, die viel Kraft - auch Nervenkraft - fordere und leider auch manchmal die persönliche Gesundheit infrage stelle. Zudem brächten sich viele Lehrkräfte zusätzlich außerunterrichtlich in die Schule sowie im gesellschaftlichen Leben ein. "Der Lehrberuf ist einer der wichtigsten, anspruchsvollsten, manchmal auch der schwierigsten Berufe - für viele aber auch der schönste", so das Schlusswort der Schulamtschefin.

    Für den erkrankten Personalratsvorsitzenden Josef Grodel sprach seine Vertreterin Christl Sander die Anerkennung des Vorsitzenden aus. Alle der Geehrten hätten einen großen Teil ihres Lebens, ihrer Arbeits- und Nervenkraft für die Zukunft der ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen aufgewandt und verbraucht, manchmal unter persönlich schwierigen Bedingungen. Wer sich als Lehrkraft nicht über all die Jahre immer wieder neu motivieren könne, könne nicht 40 Jahre lang Dienst in der Schule leisten. Für viele aber könne auch die Arbeit mit den Schülern eine Quelle der Motivation sein, aus der man immer wieder neue Kraft schöpft.

    Die Geehrten:

    40 Jahre im Volksschuldienst sind Annemarie Maierhofer (Triefenstein), Christl Sander (Karlstadt), Heidemarie Hänsler (Wiesthal), Marion Ulrich (Karlstadt), Karin Häusler (Gössenheim), Beate Klodt (Gemünden), Alexandra Kussius (Gemünden).

    25 Jahre im Volksschuldienst sind Peter Stenglein (Zellingen), Jürgen Österreicher (Karlstadt), Stefanie Dutz (Gemünden-Wernfeld), Annette Schüpfer (Arnstein), Daniela Schwab (Erlenbach), Verena Bäcker (Lohr), Michaela Klüg (Karbach), Marina Knoblach-Farrenkopf (Gössenheim), Silvia Kuhn (Triefenstein), Katja Katzenberger-Jüls (Steinfeld) und Heidi Werner (Gemünden-Wernfeld).

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