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    Lohr

    Ein zauberhafter Abend

    Das Trio Famoser Saitenzauber begeisterte am Freitagabend im BKH rund 170 Besucher. Foto: Gabi Nätscher

    Was für ein wunderbarer Abend! Muskalisch blieben keine Wünsche offen, außer dem einen, dass man noch ein wenig länger diesem famosen Trio hätte lauschen dürfen. Die Drei von "Famoser Saitenzauber" zogen im Festsaal des Lohrer Bezirkskrankenhauses am Freitagabend alle in ihren Bann – und famos bezaubert ging man nach rund 90 wunderschönen Minuten tiefenentspannt nach Hause.

    Bereits der erste gesungene oder eher gehauchte Ton der Sängerin Conny Morath war famos. Das war mal eine Stimme! Morath gab der Ballade "Danny Boy", wie danach allen weiteren Liedern, ihre eigene Note. Sie sang stets mit viel Gefühl, aber ohne Pathos mit klarer und sauberer Stimme, sowie perfekter Beherrschung derselben.

    Aber auch Gitarrist und Sänger Stephan Schmitt trug das Seinige zum Gelingen des Konzertes bei. Er begleitete mal zärtlich, mal vehement auf der Gitarre, lieh aber auch einigen Songs seine bluesige Stimme und passte zweistimmig hervorragend zu der Sängerin.

    Die Dritte im Bunde, Harfenistin Anne Kox-Schindelin ist keine Fremde im Bezirkskrankenhaus. Sie bereichert mehrmals im Jahr das dortige Konzertprogramm. Zu dritt war die Truppe aber wirklich famos. Die Harfe schuf eine Basis, auf der aufgebaut werden konnte, rhythmisch wie melodisch. Bei Zwischenspielen und Solostücken glänzte das wunderschöne Instrument durch ihren Facettenreichtum.

    Alles auf hohem Niveau

    So war es fast egal, welche Stücke diese charismatischen Musiker spielten, aber sie hatten einen wunderbaren, breit gefächerten Querschnitt aus bekannten und unbekannteren Songs mitgebracht. Allesamt auf einem hohen Niveau. Es folgten "In the Arms of an Angel" von Sarah Mclachlan und ein wunderschönes Stück des deutschen Duos Berge "Für die Liebe". Um die Sanftheit einer Frau und eines Getränks ging es bei dem Song "Tennessee Whiskey", um viele Gefühle bei Eva Cassidys "Fields of Gold" oder bei "Feel Like Home" von Edwina Hayes.

    Die Harfe solo ergänzte vortrefflich bei einer südamerikanischen Tanzmusik oder bei den "Haselnüssen" ("Küss mich, halt mich, lieb mich" aus dem Film "Drei Nüsse für Aschenbrödel"), wie das Trio auf der Bühne witzelte.

    Zwei wunderbare Zugaben

    Nach rund 75 Minuten war das Publikum noch lange nicht gesättigt. Die rund 170 Köpfe erklatschten sich begeistert noch zwei wunderbare Zugaben ("Forever Young" von Joan Baez und ein Lied von Max Rabe). So hatte Stefan Hoffmann vom Förderverein Bezirkskrankenhaus und Heime am Sommerberg nicht zuviel versprochen, als er sich zur Begrüßung auf einen "stimmungsvollen Abend" gefreut hatte.

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