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    Lohr

    Einsatz für naturnahen Wald: Das Bergwaldprojekt im Spessart

    Fast 60 Freiwillige waren im Einsatz für einen naturnahen Wald und das Bergwaldprojekt im Spessart. Foto: Matthäus Holleschovsky 

    Vom 3. bis 23. November ist der Verein Bergwaldprojekt mit insgesamt fast 60 ehrenamtlichen Teilnehmern aus ganz Deutschland erneut im Spessart im Einsatz, heißt es in einer Pressemitteilung. Am kommenden Donnerstag, 7. November, beteiligen sich ebenfalls elf Schüler und ein Lehrer der Montessori-Schule Würzburg für einen Tag an den Arbeiten.

    Die Freiwilligen werden in den drei Einsatzwochen verschiedene Arbeiten durchführen und das Ökosystem Wald näher kennenlernen. Ziele des Einsatzes sind, die ökologische Situation am Projektstandort zu verbessern und die Teilnehmenden auch über die Projektwoche hinaus für eine nachhaltige Lebensweise zu sensibilisieren.

    Unter der Anleitung von Pauline Zenetti, Dominik Kopf und Christoph Wehner vom Bergwaldprojekt und unter der Regie der Revierleiter Gregor Wobschall, Peter Fritz und Matthias Huckle vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Karlstadt werden die Freiwilligen junge Eichen im Waldumbau pflanzen und einen Wildschutzzaun aufbauen. Neben der praktischen Tätigkeit ist pro Woche jeweils auch ein Exkursionsnachmittag vorgesehen, um die vielfältigen Zusammenhänge in der Natur, die Belastungen der Ökosysteme und die Abhängigkeit des Menschen von den natürlichen Lebensgrundlagen deutlich zu machen.

    Untergebracht ist die Gruppe in der Gemeinschaftsunterkunft Sternenhof in Seifriedsburg. Während der Projektwochen kümmern sich zwei Köchinnen um die vegetarische, biologische, möglichst regionale und saisonale Verpflegung der Teilnehmenden.

    Ein wichtiges Anliegen der Arbeitseinsätze ist es, den Gedanken der Nachhaltigkeit auf verschiedenen Ebenen zu vermitteln: „Die Teilnehmer lernen aktiv die wichtigen Funktionen des Waldes und seine Artenvielfalt kennen und leisten in dieser abwechslungsreichen Woche einen persönlichen Beitrag zu dessen Erhalt auch für kommende Generationen“, sagt Gregor Wobschall, Leiter des Forstreviers Haseltal. Pauline Zenetti vom Bergwaldprojekt fügt hinzu: „Indem sich die Ehrenamtlichen für ihre Umgebung engagieren, entwickeln sie oftmals auch neue Beziehungen zum Wald und zur Natur. Die Erfahrungen aus den Projektwochen bestärken die Teilnehmenden darin, auch den eigenen Alltag naturverträglicher und ressourcenschonender zu gestalten. Sie tragen somit zum dringend notwendigen gesellschaftlichen Wandel hin zu einer nachhaltigen Welt bei.“

    Verein Bergwaldprojekt
    Das Bergwaldprojekt e.V. mit Sitz in Würzburg organisiert Freiwilligen-Wochen in ganz Deutschland mit jährlich rund 2500 Teilnehmenden. 2019 finden 117 Projektwochen an 51 Standorten statt. Ziele der Arbeitseinsätze sind, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu erhalten, den  Teilnehmern die Bedeutung und die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und eine breite Öffentlichkeit für einen naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen. Der Verein finanziert sich größtenteils aus Spenden. Anmeldungen zu den Projektwochen unter bergwaldprojekt.de

    Bearbeitet von Peter Kallenbach

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