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    Thüngen

    Einst in Eigenregie erschlossene Straßen kommen Anwohner in Thüngen wohl teuer

    Die Fahrbahn der Augasse im Altort ist in denkbar schlechtem Zustand. Vor Ort gab es Diskussionen über Möglichkeiten eines Ausbaus und vor allem über die Kostenbeteiligung der Bürger. Foto: Günter Roth

    Gleich zwei Anliegerstraßen bereiten dem Thüngener Marktgemeinderat Kopfzerbrechen. Die Untere Buchenhöllstraße und die Augasse sind beide vor Jahrzehnten ungeordnet und nicht fachgerecht – teilweise in Eigenregie der Anwohner – erschlossen und weitgehend nur auf der Südseite einseitig bebaut. In beiden Fällen fehlt ein fester Untergrund als Voraussetzung für einen tragfähigen dauerhaften Belag. Auch ist der Zustand der Versorgungsleitungen im Untergrund  nicht sicher bekannt.

    Mittlerweile ist die Fahrbahn in beiden Straßen in schlechtem Zustand, besonders schlimm in der Augasse. Die Anwohner fordern von der Gemeinde Abhilfe. Beim Ortstermin musste der Bürgermeister Lorenz Strifsky ihnen mitteilen, dass hier die vom Land Bayern beschlossene Freistellung von Verbesserungsbeiträgen nicht greift, weil es sich hier in beiden Fällen um eine Ersterschließung handeln würde, die von den Anwohnern in vollem Umfang mitgetragen werden müsste. Über mögliche Kosten konnte der Bürgermeister nichts sagen, da es noch keine Erfassung gebe. Das stieß bei den anwesenden Bürgern selbstverständlich auf sehr wenig Gegenliebe.

    Anwohnerin beklagt sich über gegenüber parkende Autos

    Eine Anwohnerin am Wendelsberg beklagte sich, dass die Einfahrt zu ihrem Grundstück regelmäßig auf der gegenüberliegenden Seite durch parkende Fahrzeuge beeinträchtigt werde. Teilweise sei ihr Ein- oder Ausfahrt nicht möglich. Nach eingehender Vor-Ort-Beratung beschloss der Bauausschuss, quasi als Versuchsballon, die gegenüberliegende Stelle durch eine Fahrbahnmarkierung zu kennzeichnen, wohlwissend, dass an ähnlichen Grundstücksausfahrten dieselben Probleme herrschen.

    Risse und Fugen im Asphalt der Ortsstraßen erweitern sich gerade im Winter durch gefrierendes Wasser immer wieder aufs neue. Alle bisherigen Versuche des Bauhofs, diese Missstände abzustellen, erwiesen sich als Flickwerk. Deshalb beschloss der Bauausschuss, eine Fachfirma zu beauftragen, diese Risse professionell auszublasen und dann mit Heißbitumen fachgerecht zu verfüllen. Die durchaus hohen Kosten könnten sich bei einem Sammelauftrag für alle entsprechenden Stellen im Dorf letztendlich amortisieren.

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