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    Marktheidenfeld

    Einzelhandel: Viele Aktionen sollen Kunden in die Stadt locken

    Aktionen wie "Sommer in der Stadt" und "Musik zum Feierabend" bringen Kunden in die Marktheidenfelder Altstadt, sagt Stadtmarketingleiterin Inge Albert. Selbst kurze Regenschauer wie im Juli 2018 konnten die Stadt an diesem Tag nicht leeren. Foto: Martin Harth

    Oft dürfen übergeordnete Stellen wie die Stadt oder die Werbegemeinschaft bei Themen des Einzelhandels Fragen zu Geschäftsschließungen oder Leerständen beantworten und kommentieren. Dazu, was denn in der Marktheidenfelder Einkaufswelt aus ihrer Sicht eigentlich gut läuft, sagen sie im dritten Teil der Einkaufsserie etwas. 

    Marktheidenfeld ist zwar eine kleine Stadt, aber für den Einzelhandel kann das sogar ein Vorteil sein: "Die Händler kennen ihre Kunden häufig persönlich und können deshalb nach ihren Bedürfnissen einkaufen", sagt Inge Albert, Leiterin des Stadtmarketings, Kultur und Tourismus. Das unterscheide Marktheidenfeld von anderen, größeren Städten.

    Sie bestätigt die Zahlen von der IHK, dass in Marktheidenfeld viel Umsatz mit Kunden gemacht wird, die von außerhalb der Stadt kommen: Bei der Gesundheitsmesse "Main Vital" habe die Stadt ein Gewinnspiel veranstaltet und die Adressen der Teilnehmer anonymisiert ausgewertet. "Dabei kam heraus, dass ungefähr die Hälfte der Besucher aus Marktheidenfeld kam, die andere Hälfte aus einem Umkreis von bis zu 20 Kilometern", sagt Albert. Michaela Welzenbach von der Werbegemeinschaft kann das durch ihre persönlichen Erfahrungen bestätigen: In ihrem Modegeschäft Maribou habe sie viele Stammkunden, manche kämen sogar von Aschaffenburg zu ihr: "Marktheidenfeld liegt nah an der Autobahn und Kunden finden hier schnell einen Parkplatz", begründet sie. Insgesamt habe die Stadt ein Einzugsgebiet von über 30.000 Menschen, sagt Albert. 

    Modenschauen und Cocktails 

    Damit auch weiterhin viele von außerhalb nach Marktheidenfeld kommen, sorgen die Mitarbeiter der Stadt unter anderem dafür, dass die Verkehrsinfrastruktur gut ausgebaut ist. Zusätzlich würden die neue Stadtbibliothek, das Franck-Haus und die Stadtführungen viele Personen und damit auch potentielle Kunden in die Stadt locken, erklärt Albert.

    Dazu sollen auch die Veranstaltungen dienen, die die Stadt zusammen mit der Werbegemeinschaft veranstaltet. Welzenbach nennt unter anderem die Aktionstage zum Weltfrauentag, "Sommer in der Stadt" oder "Main Vital", an denen jedes teilnehmende Geschäft etwas besonderes anbietet - seien es Modenschauen, gratis Cocktails oder eine Massage. "Diese Veranstaltungen kommen immer gut an, aber ich würde mich freuen, wenn noch mehr Geschäfte mitmachen würden", sagt Welzenbach, "sonst wird es schwierig, so etwas in Zukunft zu finanzieren." 

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    Handel reagiert auf Umbruch 

    "Durch Internetshops befindet sich der Handel momentan im Umbruch, aber die Marktheidenfelder Händler reagieren sehr gut darauf und sind auf der Höhe der Zeit", behauptet Inge Albert.  Als Beispiele nennt sie das Geschäft Bürobedarf Albert, das einen Onlineshop betreibe und die Bestellungen meist noch am selben Tag ausliefere. Oder beim Friseur Väth könnten Kunden auch online Termine ausmachen und viele Händler würden auf Social-Media-Plattformen wie Facebook und Instagram regelmäßig ihre Aktionen und Produkte bewerben. 

    Die Stadt möchte gemeinsam mit den Händlern an ihrem Internetauftritt arbeiten: In diesem Jahr soll laut Inge Albert das "Digitale Schaufenster" verfügbar sein; eine Website, die die Geschäfte und Freizeitmöglichkeiten in Marktheidenfeld präsentieren wird. Die Seite soll als Service für Kunden dienen und auch über die Geschäfte informieren, die noch keinen Internetauftritt haben. 

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