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    Marktheidenfeld

    Engagierte Lehrer der Mittelschule verabschiedet

    Schulleiterin Anette Hettiger (Mitte) verabschiedet Robert Köhler und Katharina Strauß in den Ruhestand. Foto: Dorothee May

    „Der Robert wird´s schon richten, der Robert macht´s schon gut“. Das sang das Lehrerkollegium der Mittelschule Marktheidenfeld. Denn da wurde Robert Köhler mit fast 66 Jahren und nach 36 Jahren an der der Marktheidenfelder Schule verabschiedet. Schulleiterin Anette Hettiger fragte sich in ihrer Rede, was sie denn jetzt ohne das Urgestein dieser Schule machen sollen.

    Nach seiner Lehramtsanwärterzeit kam Köhler 1983 nach Marktheidenfeld an die Hauptschule. Damals fragte ihn der Schulleiter, ob er ein Instrument spiele. Köhlers „ja“ hatte zur Folge, dass er praktisch für die nächsten Jahrzehnte den Musikbereich betreuen durfte. Dass Robert Köhler ein Multitalent ist, sieht man auch daran, dass er nach und nach immer mehr Aufgaben übernahm. So betreute er irgendwann auch noch den Kunstbereich und wurde AWT-Beauftragter. Meist leitete er als Klassenlehrer die höheren Jahrgangsstufen – und dies mit Erfolg.

    Hettiger betonte, dass er als Klassenlehrer immer ans Wohl der Schüler dachte und dies nicht an der Klassenzimmertür aufhörte. Letztes Jahr erst besorgte er seinem Schüler Hashmat eine Lehrstelle und bewahrte ihn somit vor der Abschiebung, heißt es in einer Pressemitteilung. Auch seine Abschlussfahrten nach Berlin waren immer bestens organisiert und vorbereitet. „Du wirst also Spuren hinterlassen“, so Hettiger. Auch das Lehrerkollegium würdigte mit einem umgedichteten Peter Alexander – Song dem Schaffen Köhlers. So einige Anekdoten waren natürlich auch dabei. Und Robert Köhler versprach, dass er hin und wieder vorbeischauen und nach dem Rechten sehen werde.

    Der Liebe wegen nach Bayern gekommen

    Außerdem wurde noch Katharina Strauß, die seit 2009 in Marktheidenfeld unterrichtete, in den Ruhestand verabschiedet. Schulleiterin Anette Hettiger würdigte vor allem ihre zurückhaltende, bescheidene Art, mit der sie jede Klasse in den Griff bekam. Aus dem Norden hat es Strauß der Liebe wegen nach Bayern verschlagen, wo sie nach kurzen Aufenthalten in Bischbrunn, Karlstadt und Eußenheim schließlich in Marktheidenfeld landete.

    Die Lehramtsanwärter Johanna Melchner und Sascha Schmid, die in Marktheidenfeld in diesem Schuljahr ihre Prüfungen mit sehr guten Noten ablegten, müssen leider ebenfalls die Schule verlassen, obwohl sie dringend gebraucht würden. Sebastian Huller, der nach seinem abgeschlossenen Studium und Referendariat für Realschulen die Zweitqualifikation für das Lehramt an Mittelschulen ablegte, darf leider seine Klasse auch nicht weiterführen und muss nach Oberbayern wechseln. Schulleiterin Annette Hettiger zeigte sich traurig, dass sie so viele engagierte Lehrkräfte abgeben muss.

    Bearbeitet von Jonas Keck

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