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    Seifriedsburg

    Erdverkabelung: Wer baut überflüssige Dachständer ab?

    Wer sorgt dafür, dass für die Stromversorgung nicht mehr benötigte Dachständer abgebaut werden? Diese Frage wurde in der Bürgerversammlung in Seifriedsburg aufgeworfen. Foto: Michael Mahr

    Nach der Auftaktveranstaltung in der Kernstadt hatte die Stadt Gemünden in Seifriedsburg am Mittwochabend zur zweiten Bürgerversammlung eingeladen. Dabei meldeten sich einige Bürger mit Wünschen. So wollte ein Seifriedsburger wissen, wann denn der Dachständer auf seinem Haus abgebaut werde.

    Er wohnt in einer der Straßen, in denen vor einiger Zeit Erdkabel verlegt wurden. Trotzdem stehe der Dachständer noch. Er aber würde gern das Dach seines Hauses neu isolieren. Ansprechpartner dafür ist die Energieversorgung Gemünden EVG, wie Hans Schneider, der Geschäftsführer des Kommunalunternehmens der Stadt, bei dem die EVG angesiedelt ist, am Donnerstag auf Nachfrage der Main-Post erläuterte.

    Die EVG oder das Bayernwerk als ihr Dienstleister geben die Demontage in Auftrag. Voraussetzung sei, dass der Besitzer des Anwesens dafür gesorgt habe, die Stromversorgung seines Hauses ans Erdkabel anzuschließen, dass ins Haus gelegt wurde. Es gibt aber noch einen zweiten Gesichtspunkt. Darauf machte ein anderer Bürger noch in der Versammlung aufmerksam. Nicht nur das eigene Anwesen muss ans Erdkabel angeschlossen sein, um den Ständer abbauen zu können, sondern alle, die an vom Dach weiterführende Kabel angeschlossen sind.

    Mobilfunkversorger wollen weiße Flecken beseitigen

    Auch nach einer besseren Mobilfunkversorgung wurde gefragt. Das die verbesserungbedürftig ist, zeigte das Reporterhandy, das sich im Gasthaus "Goldener Hahn" auf die Meldung „Kein Netz“ beschränkte.

    Sich für Mobilfunkförderprogramme zu bewerben, „das ist unser Hobby“, versicherte Bürgermeister Jürgen Lippert. Die Stadt habe in den vergangenen Jahren alles in Anspruch genommen, was möglich sei. Jetzt gebe es wieder ein Mobilfunk-Förderprogramm des Freistaats, das die noch bestehenden weißen Flecken von der Karte tilgen soll. Auch hierfür habe sich die Stadt angemeldet.

    Es habe geheißen, dass bei den Mobilfunkbetreibern Erkundigungen über deren Pläne eingeholt werden. Die Stadt sei benachrichtigt worden, dass die Firmen das Netz im Stadtgebiet selbst ausbauen wollen. Dafür wurde allerdings ein Zeitraum von zwei Jahren angegeben, informierte Lippert.

    Schlaglöcher schließen

    Angeregt wurde, in Seifriedsburg einen Platz für Grüngut auszuweisen. „Momentan wird viel in den Wald gefahren“, sagte er. „Da hat’s nix zu suchen“, machte Bürgermeister Lippert deutlich. Er will sich daher die Fläche, die ein Seifriedsburger dafür im Auge hat einmal ansehen und sich über mögliche Modalitäten unterhalten. Vorgeschlagen wurde, dass die Stadt einmal im Jahr dafür sorgt, dass das abgelagerte Grüngut gehäckselt wird.

    Lippert wurde außerdem gebeten, dafür zu sorgen, dass die Ortsverbindungsstraße nach Adelsberg noch vor dem Winter wieder einmal ausgebessert wird. In der teilweise asphaltierten, in manchen Bereichen aber nur geschotterten Straße hätten sich große Schlaglöcher gebildet.

    Neue Heizung im Kindergarten

    In seiner Jahresbilanz hatte Bürgermeister Lippert als Investition im Stadtteil Seifriedsburg die neue Heizung für den Kindergarten aufgeführt, für die 26 500 Euro im Haushalt stehen. Außerdem hatte im Ort im Sommer eine Informationsveranstaltung auf dem Friedhof stattgefunden, bei der Lippert die neuen Gebührensatzungen erläuterte und darüber informierte, was im Friedhofskonzept der Stadt für den Seifriedsburger Friedhof vorgesehen ist.

    In der kurzen Bilanz über die ganze Wahlperiode, mit der Lippert seine Ausführungen schloss, führte er noch die Erneuerung des Fuß- und Radwegs zum Sportplatz an.

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