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    Lohr

    Erlebnisreicher Schüleraustausch in Milicz

    Die Schüler erkundeten die Krautfelder - und das trotz Regens. Foto: Mittelschule

    Zu Beginn des Schuljahres machten sich 20 Schülerinnen und Schüler aus Lohr gemeinsam mit ihren Lehrern auf den Weg in die Partnerstadt Milicz. Nach einer 13-stündigen Fahrt mit Bus und Bahn konnten die Schüler am Abend von ihren Gastfamilien in Empfang genommen werden und in eine Woche voll neuer Erfahrungen starten.

    Milicz liegt im Nordosten von Wroclaw (Breslau) und ist somit rund 800km von Lohr entfernt – eine aufregend große Entfernung zur eigenen Familie für viele unserer teilnehmenden Schülerinnen und Schüler. Der herzliche Empfang durch die polnischen Lehrerinnen Agnieszka Poswiatowska, Gosia Pilipa und Schulleiterin Jolantha Wybierala sowie der Gastfamilien erleichterten das Ankommen in der neuen Umgebung.

    Der Tag nach der Anreise startete sportlich: In kleinen Gruppen wurden die Schüler zusammen mit ihren Austauschpartnern in Sport, Englisch, Deutsch und Naturkunde unterrichtet. Im gemeinsamen Experimentieren und Spielen konnte man sich kennenlernen und die Schule erkunden. Es folgte ein Empfang im Rathaus von Milicz durch den amtierenden Bürgermeister Piotr Lech, bei welchem die Schüler viel über regionale Sportangebote erfuhren. Lech brachte seine Freude über die positiven Erfahrungen zum Ausdruck, welche die Schüler/innen seit Jahren im Rahmen des Schüleraustausches sammeln dürfen.

    Der zweite Tag stand unter dem Motto »Sauerfutter – woher kommt es und wie hilft es uns?«. Unter fachkundiger Führung konnten die Schüler/innen diverse Krautsorten verkosten und zu leckeren Mahlzeiten verarbeiten. Eine Erkundung der umliegenden Felder und des Familienbetriebes fand trotz des Regens statt, da unsere Schüler bestens ausgerüstet waren.

    Stadtführung in Breslau

    Der folgende Tag führte die Gruppe einen ganzen Tag nach Breslau. Während einer interaktiven Stadtführung brachte uns die Stadtführerin die schon weit zurückliegende Verbindung zwischen Niederschlesien und Deutschland näher. So wurden historische Ereignisse durch schauspielerische Einlagen zum Leben erweckt. Nachmittags durften die Schüler/innen kreativ in einem Keramikworkshop wirken, wobei einige sehenswerte Kunstwerke entstanden.

    Hinaus ins Miliczer Umland führten uns die Workshops rund um die Themenbereiche Milchprodukte und Brotbacken. Der großzügige Hof in Piotrkosice lud am Nachmittag zum gemeinsamen Grillen, Spielen und Kutsche fahren ein. Ein besonderes Erlebnis boten die großen Landmaschinen und Pferde, welche die Schüler/innen ausgiebig erkunden durften. Am Lagerfeuer wurde die Woche mit all ihren Highlights zu einem Abschluss gebracht. Schulleiterin Jolantha Wybierala lobte die gute Zusammenarbeit der polnischen und deutschen Gruppen und verabschiedete alle Teilnehmer herzlich.

    Den letzten Tag verbrachten die Schüler/innen in ihren Gastfamilien. Nach der positiven Stimmung der letzten Woche kam dann etwas Wehmut beim Abschied auf und es flossen einige Tränen. Die Aussicht auf ein Wiedersehen während des Gegenbesuches der polnischen Austauschpartner im Mai spendete jedoch Trost.

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