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    Lohr

    Erster Musiksalon wird zum Volltreffer

    Sie sorgten für mächtig Stimmung beim "Musiksalon" im Alten Rathaus: Die Sambagruppe unter Leitung von Musiklehrer Peter Wirth (Dritter von links). Foto: Rita Gress

    Der "Musiksalon mit Sektempfang" am Mittwoch im voll besetzten Alten Rathaussaal fing mit Schmackes an und so ging er anderthalb Stunden lang weiter. Organisiert hatte ihn Musikschulleiterin Petra Breitenbach zusammen mit den Lehrkräften der Sing- und Musikschule.

    Er folgte auf den im Mai im Fischerhaus erstmals veranstalteten "Klaviersalon". "Nun wollten wir unseren erwachsenen Gesang- und Instrumentalschülern, die noch keine Bühnenerfahrung haben, ein Podium bieten", so Breitenbach eingangs des Abends. In dessen Verlauf sorgten neben der Musik heitere Geschichten für Lacher und entspannte Lounge-Atmosphäre.

    Eingeleitet mit dem Beatles-Dauerbrenner "Let it be" hatten den "Salon" drei Musik-Vollblüter: Gastsänger Peter Häring, der frühere Kulturamtsleiter, im Duett mit Gesangslehrerin Hanni Gopp-Weiglein, begleitet von Pianist Daniel Herzig.

    Schlag auf Schlag

    Es ging Schlag auf Schlag. Schülerin Andreea Margineanu debütierte einfühlsam mit dem Lied "Let it go", Michaela Benkert-Weyer mit dem Slow-Fox "Kauf dir einen bunten Luftballon" aus dem Film "Der weiße Traum". Sie wurde von ihrem Lehrer Michael Albert am Klavier begleitet. Noch einmal Häring und Gopp-Weiglein mit dem bejubelten Beatles-Song "Hey Jude" aus 1968.

    Stellvertretend für alle wohl gelungenen Gesangssoli sei das von Marko Hajek auf Italienisch vorgetragene "Core'ngrato" (Komponist: Salvatore Cardillo) genannt. Mit Wahnsinnsstimme und -timbre schmetterte der Tenor das Leid um das Frauenherz "Catari" derart intensiv, dass der Beifall kaum enden wollte.

    Der aus Aachen stammende Hajek (37) hat seit 15 Jahren Gesangsunterricht, vor acht Jahren verschrieb er sich der Klassik. "Mich hat das Musical Les Misérables damals verzaubert", sagte er. Seit einem Jahr lebt und arbeitet er in Lohr. Bei seinem Lehrer Michael Albert fühle er sich sehr gut aufgehoben.

    Den instrumentalen Teil gestalteten mit Bravour das Saxofonquartett "The Red Black", bestehend aus Siri Baier, Birgit Schmitt-Rybol, Thelia Nörskau und Gerhard Seitz im Zusammenspiel mit Susanne Nickel, unter deren Leitung die Musiker seit zwei Jahren stehen. Ihr Spiel ließen sie mit einem feurigen Boogie ausklingen.

    Vierhändig am Klavier dann Herzig mit seiner Schülerin Sybille Stockburger in "Monsieur Aoul". Im Anschluss ließen sie sachte Schneeflocken auf den Tasten tanzen.

    Bass-Posaunistin Nicole Weierich hatte sich für den Jazz-Standard "I Don't Mean a Thing" von Duke Ellington entschieden. Ihn trug sie im Zusammenspiel mit Lehrer Thomas Joha souverän vor. Hoppla, dann hieß es Temperament pur: Peter Wirths Sambagruppe "Sambaloh" ließ es derart krachen, dass die Gäste Zugabe forderten. Den feinen Schlusspunkt hinter den "Salon" setzte die Schulband mit Gero Giesche, Nico Rauch (beide Gesang), Michael Henze und Gast-Drummer Christian Czakai.

    Bearbeitet von Pressemitteilung

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