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    Rothenfels

    Erstes Schild "Lebensader Main" in Rothenfels enthüllt

    Sie alle sind Beteiligte des Leader-Projektes "Lebensader Main", von links Otmar Bilz (Hafenlohr) , Karl Heinz Schöffer (Hasloch), Michael Gram (Rothenfels), Helga Schmidt-Neder (Marktheidenfeld), Klaus Thoma (Kreuzwertheim) und Stefanie Engelhardt (Triefenstein). Foto: Susanne Feistle

    Nur gut gelaunte Gesichter sah man am Freitagnachmittag im Rathauskeller in Rothenfels, als sich die 14 Bürgermeister oder ihre Vertreter der Kommunalen Allianz Raum Marktheidenfeld dort trafen. Der Grund  dafür war aber auch erfreulich, denn dort fand die Eröffnung des Projekts "Lebensader Main" und damit die Enthüllung des ersten Schildes durch die Vorsitzende Helga Schmidt-Neder statt.

    Bei diesem Projekt wurden in verschiedenen Arbeitsgruppen die verschiedenen Aspekte des Wandels der Kulturlandschaft Main beleuchtet. Dabei wurden sowohl die wertvollen natur- und kulturhistorischen Gegebenheiten, als auch die Besonderheiten und Schutzwürdigkeit von Natur und Gewässer betrachtet. All die Erkenntnisse wurden zusammengefasst und in verschiedenen Themen auf die Schilder gebracht.

    Rothenfels Bürgermeister Michael Gram meinte in seiner Begrüßung, dass vielleicht die Enthüllung des ersten Schildes in Rothenfels stattfinde, weil es hier am schönsten sei. Er kam dann aber schmunzelnd doch zu der Erklärung, dass Rothenfels mainabwärts die erste Kommune der Allianz ist. Aus diesem Grund begrüßte er die Gäste in Fließrichtung des Mains. Die Projektbeteiligten Kommunen sind die Stadt Rothenfels, die Gemeinde Hafenlohr, die Stadt Marktheidenfeld, der Markt Triefenstein, der Markt Kreuzwertheim und die Gemeinde Hasloch.

    14 Bürgermeister unter einem Hut

    Grams besonderer Dank ging an die Allianzmanagerin Annalena Haußer, der es mit ihrer ausgleichenden Art gelungen sei, alle unter einen Hut zu bringen: "Da sitzen 14 Bürgermeister in einem Raum und jeder ist ein Alphatier. Das war sicher nicht immer einfach". Sie räumte dann auch ein, dass es am Anfang nicht ganz leicht gewesen sei und auch eine Herausforderung: "Aber es war ein sehr schönes Projekt".

    Auch Peter Niehoff, der LAG-Manager freute sich über das Projekt: "Das ist ein Paradebeispiel eines Leader-Projektes. Es ist regional, innovativ und außerdem sichtbar. Die EU ist nicht nur in Brüssel, sondern auch vor Ort."

    Nachdem alle gemeinsam vom Rathaus zum Main gelaufen waren, dankte auch Marktheidenfelds Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder besonders Haußer für ihren Einsatz und verriet, dass diese sogar den zu Beginn der Veranstaltung gezeigten, kurzen Film über das Leben am Main selbst gedreht habe. Schmidt-Neder dankte auch den vielen Ehrenamtlichen interessierten Menschen und Historikern, die viel Zeit in die Texte investiert haben. Sie ging kurz auf das Leben am Main ein und fand: "Der Dreiklang aus Wald, Wasser und Wein fasziniert die Menschen bis heute."

    Das erste Schild wurde enthüllt

    Im Anschluss enthüllte sie gemeinsam mit Gram das erste Schild, bevor es wieder zurück in den Rathauskeller ging, um sich die Tafeln in Form von Plakaten bei Sekt und Häppchen noch einmal genauer anschauen zu können.

    Insgesamt gibt es 17 Infotafeln im Flussabschnitt zwischen Rothenfels und Hasloch, also den Mainanliegern der Kommunalen Allianz Raum Marktheidenfeld.

    Jedes der Schilder hat ein anderen Thema, das sich die Kommunen selbst aussuchen konnten, aber natürlich immer mit Bezug auf den Main. So gibt es beispielsweise in Rothenfels Schilder mit dem Kraftwerk und dem Hochwasser, in Triefenstein-Homburg dreht sich alles um den Wein und den Main und in Hasloch um die Sandschöpfer und die Flößerei.

    Haußer verriet, dass die Schilder in Marktheidenfeld schon stehen und alle anderen im Laufe der nächsten Woche aufgestellt werden sollen. Außer die in Hafenlohr, denn für die muss aufgrund der Arbeiten für die Umgehung erst noch ein Platz gefunden werden.

    Lebensader Main
    Zu 60 Prozent wird das Leader-Projekt  "Lebensader Main"  durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) gefördert. Den Eigenanteil von 40 Prozent leisten die beteiligten Gemeinden.
    In der kommunalen Allianz Raum Marktheidenfeld haben sich 14 Gemeinden zusammengeschlossen. Durch partnerschaftliche Zusammenarbeit sollen die Lebensbedingungen im Raum Marktheidenfeld langfristig gesichert und weiterentwickelt werden. Zum Raum Marktheidenfeld gehören folgende Kommunen: Birkenfeld, Bischbrunn, Erlenbach, Esselbach, Hafenlohr, Hasloch, Karbach, Kreuzwertheim, Marktheidenfeld, Roden, Rothenfels, Schollbrunn, Triefenstein und Urspringen.

    Bearbeitet von Susanne Feistle

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