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    Rohrbach

    Es rumort bei Rohrbachs Schützen: Vorstand macht nicht weiter

    In der Jahresversammlung des Schützenvereins Rohrbach ehrte der erste Bezirksschützenmeister Mathias Dörrie Mitglieder für 25- und 50-jährige Vereinszugehörigkeit. Im Bild von links: erster Schützenmeister Dieter Interwies, Matthias Endres, Richard Endres, Helmut Röder, Franz Netrval und erster Bezirksschützenmeister Mathias Dörrie. Foto: Josef Riedmann

    Die Wahl des Vorstands des Schützenvereins Rohrbach in der Jahresversammlung wurde abgebrochen. Sowohl der erste als auch der zweite Schützenmeister stellten sich nicht mehr zur Wiederwahl. Auch aus der Versammlung konnten keine Bewerber gefunden werden. Ein weiterer Anlauf zur Wahl soll in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 12. April gemacht werden. So lange bleibt der derzeitige Vorstand im Amt.

    Zu Beginn der Versammlung deutete nichts auf diese Entwicklung hin. Der Schützenverein stützt sich auf 172 Mitglieder, berichtete der erste Schützenmeister Dieter Interwies. Die Versammlung gedachte des 2018 verstorbenen langjährigen Kassiers Reinhold Eirich. Das viertägige Jubiläums- und Gauschützenfest "50 Jahre Schützenverein Rohrbach" Anfang Juni beherrschte 2018. Die Veranstaltung habe gezeigt, wie hervorragend die Vereinsmitglieder zusammenhalten und habe Unterstützung im gesamten Ort gefunden. "Der Festverlauf, das Wetter und auch das Ergebnis waren sensationell", zeigte sich Interwies zufrieden. Die große Schützenkette ließ der Verein abändern, so dass jetzt auch die Rückenpartie bestückt ist. Zur Aufbewahrung der Ketten wurde ein Tresor beschafft. Die Christbaumversteigerung bei der Weihnachtsfeier erbrachte 450 Euro, die an die Rettungseinheit HvO (Helfer vor Ort) in Steinfeld gingen.

    Interwies enttäuscht: Neue, elektronische Schießstände motivieren Mitgleider nicht zu mehr Training

    Für langjährige Mitgliedschaft im Schützenverein wurden für 25 Jahre Kerstin Endres und Matthias Endres geehrt. 50 Jahre halten Franz Netrval, Richard Endres und Helmut Röder dem Verein die Treue. Röder erhielt zudem noch die Verdienstnadel für treue ehrenamtliche Mitarbeit des Bayerischen Sportschützenbundes. Die Ehrung nahm Interwies gemeinsam mit Bezirksschützenmeister Mathias Dörrie vor.

    Für die Bogenabteilung gab Birgit Interwies ihren Rechenschaftsbericht. 22 aktive Bogenschützen und zehn Blasrohrschützen betreut sie aktuell. Sportleiter Michael Interwies berichtete, für den Verein schießen drei Luftgewehr-, eine Jugend-, eine Luftpistolen-Mannschaft und eine Altersklasse in der aktuellen Gaurunde. Weitere Berichte gaben Martin Brendler als Jugendleiter und Johann Endres für die Böllerschützen ab. Kassier Armin Rauch konnte dank des Gauschützenfestes über ein sehr gutes Rechnungsergebnis berichten.

    Nachdem es für die Schützenmeister Dieter Interwies und Reinhard Endres, die beide ihren Verzicht erklärten, keine Vorschläge aus der Versammlung gab, beendete der Wahlleiter Dörrie die Wahlhandlung. Interwies nannte als Gründe für seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur seine Enttäuschung darüber, dass die neuen elektronischen Schießstände nicht zu der erhofften Motivation zu eifrigerem Training geführt hätten. Auch die fehlende Bereitschaft zum Thekendienst in der Vereinsgaststätte störten ihn. Im Vorstand gebe es zudem noch weitere Rücktrittsbekundungen.

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