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    Lohr

    Exklusiver Lesespaß für Jugendliche

    Die Lohrer Stadtbiliothek – hier mit Leiterin Sylvia Rosenberger – beteiligt sich am Sommerferien-Leseclub. Foto: Henrietta Hartl

    »Schock deine Eltern und Lehrer und lies ein Buch!« - Mit diesem kämpferischen Motto wirbt die Bayerische Staatsbibliothek für ihren »Sommerferien-Leseclub«. Der Club hat sogar eine eigene Hymne, die man sich auf YouTube anhören kann: Der Rap »Lesen was geht«, gesungen von Jugendlichen, die von der Stadtbibliothek Bayreuth in einem Casting ausgewählt wurden.

    Die Stadtbibliothek in Lohr nimmt dieses Jahr zum ersten Mal an der Aktion teil. Sylvia Rosenberger, Leiterin der Lohrer Bibliothek, freut sich, dass die Aktion gleich »sehr gut angenommen« werde, auch sie hatte schon gut 30 Anmeldungen.

    Dabei seien auch einige »reaktivierte« Jugendliche gewesen, die früher die Bibliothek genutzt haben, in der letzten Zeit aber nicht mehr. Der SFLC habe sie nun wieder in die Stadtbibliothek gelockt.

    Ziel der Aktion sei es ja auch, »dass wir unseren Kunden etwas bieten, gerade den Jugendlichen«. Die Nutzerzahlen in Lohr seien noch gut, meint Rosenberger, doch angesichts der starken Medienkonkurrenz müsse man gerade bei den Jugendlichen »dranbleiben«. Der SFLC sei ein echt attraktives Leseförderungs-Programm.

    Jungen zum Lesen bringen

    Auch die Lohrer Bibliothek hat schon viele neue Titel extra für die Aktion angeschafft, man wähle da besonders aktuelle und populäre Titel. Laut Rosenberger hat die Stadtbibliothek ein besonderes Augenmerk auf Titel gelegt, die auch für Jungen interessant sind. Jungen zum Lesen zu bringen, sei ja eine besondere Herausforderung. Oft kämen Mütter zu ihr mit der Bitte um Tipps, wie sie auch ihren männlichen Nachwuchs für das Lesen begeistern könnten. Sie empfiehlt da zum Beispiel die Bücher der Minecraft-Reihe, die sich aus einem Computerspiel entwickelt haben. Überhaupt seien Serien bei den Jugendlichen sehr populär, und auch für den SFLC habe man viele Bände angeschafft, die Teil einer Reihe sind. Wenn ein Band gefällt, wollten die Jugendlichen dann meist unbedingt auch die anderen lesen. Das wäre ganz im Sinne von Rosenbergers Wunsch an den SFLC: »Dass die Jugendlichen dann dabeibleiben, dass sie weiterlesen.«

    Wie groß in Lohr die Abschlussveranstaltung wird, macht Rosenberger von der Resonanz in den nächsten Wochen abhängig, auf jeden Fall wird es die Verlosung der Preise geben. Susanne Wunderlich, Leiterin der Marktheidenfelder Stadtbibliothek, erklärt, dass sie schon 2012 und 2013 am SFLC teilgenommen, dann aber eine Pause gemacht hätten. Diesmal ist Marktheidenfeld wieder dabei, und bereits am Anfang der Ferien gab es über 30 Anmeldungen. »Die Vorbereitung ist schon ein ganz schöner Aufwand«, meint Wunderlich, »das kostet viel Zeit.«

    Party zum Abschluss

    Doch sie hat auch die Erfahrung gemacht, dass es sich lohnt, »viele Schüler finden das echt toll.« Die Stadtbibliothek hat schon über 160 neue Bücher extra für den SFLC angeschafft, und es werden noch weitere folgen.

    Die können in den Ferien jetzt erst mal nur die Club-Mitglieder lesen, danach gehen sie dann in den allgemeinen Buchbestand über. Mitte September wird es in Marktheidenfeld eine große SFLC-Abschlussparty geben, exklusiv für Mitglieder, mit Gewinnverlosung, Live-Musik, alkoholfreien Cocktails und Snacks.

    Bearbeitet von Henrietta Hartl

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