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    Marktheidenfeld

    FW: CSU ist übers Ziel hinaus geschossen

    "Übers Ziel hinaus geschossen" ist nach Ansicht der Freien Wähler Marktheidenfeld die CSU-Stadtratsfraktion in ihrer Kritik an den FW. Auf Initiativen und Vorschläge der Freien Wähler werde mit unangemessenen und unverhältnismäßigen Äußerungen bei Stadtratssitzungen sowie Mitteilungen in den „Sozialen Medien“ und der Presse reagiert, wobei die Sachebene verlassen werde, "um durch populistische und rückwärts gewandte Darstellungen die Freien Wähler Marktheidenfeld zu diskreditieren, ohne ein eigenes konstruktives Angebot zu machen."

    Auch sei, so schreiben Ortsvorsitzender Holger Seidel und Fraktionsvorsitzender Burkhard Wagner, "der erneute Griff in die Mottenkiste eigener Vorbehalte gegenüber einer bestimmten Berufsgruppe unangemessen und überflüssig – genauso wie der zum Teil arrogante und aggressive Ton der Darstellung".  Zur Aufrichtigkeit bei der Darstellung der Umstände zur Zentralisierung des Klinikums in Lohr und den damit verbundenen Umstrukturierungen in Marktheidenfeld gehöre es zu erwähnen, dass auch CSU-Vertreter aus dem hiesigen Bereich für die Zentralisierung und infolge dessen auch für die Schließung der Notaufnahme in Marktheidenfeld gestimmt haben.

    In der FW-Stellungnahme heißt es weiter: " Zur Klarstellung: Wir respektieren dieses Abstimmungsverhalten des Herrn Abgeordneten Schwab genauso wie das der Kreisräte der Freien Wähler Main-Spessart. Die in der Pressemitteilung von der CSU gefeierten Gegenstimmen sind vor diesem Hintergrund lediglich als ,Schaufensterpolitik' für die gute Schlagzeile zu bewerten."

    Für Freien Wähler Marktheidenfeld gehöre "die (kritische) Begleitung der weiteren Maßnahmen zum Gesundheitsstandort Marktheidenfeld" zur politischen Arbeit. „Dreist“ – wie die CSU diffamierend schreibe – sei es daher keineswegs, diese Entwicklung als zentralen Baustein einer zukunftsweisenden Stadtentwicklung zu bezeichnen. Vielmehr sei es „dreist“, "den Bürgerinnen und Bürgern vorzugaukeln, es könne angesichts der aktuellen gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen eine ,ambulante Notaufnahme, wenigstens tageszeitlich begrenzt' geben – wider besseres Wissen werden hier Begehrlichkeiten geweckt!" Die Initiative zur Bereitstellung städtischer Gelder für begleitende Maßnahmen sei nachweislich bereits in den Haushaltsberatungen 2017 (!) von den Freien Wählern Marktheidenfeld ausgegangen.

    Dass das von ihnen angesprochene „Gesamtprojekt Gesundheitszentrum“ nicht ad hoc umsetzbar sei und offen bleiben müsse für weitere Ideen, möglichst auch in Richtung einer Ambulanz in Eigenverantwortung der verschiedenen Ärzte vor Ort, hätten die FW klar gesagt. "Insofern entbehren die Vorhaltungen der CSU jeglicher Grundlage und werden mit aller Entschiedenheit zurückgewiesen", schließen Wagner und Seidel.

    Bearbeitet von Joachim Spies

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