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    HAFENLOHR

    „Feuerzauber“ ließ Hafenlohr erstrahlen

    Etliche Hundert, nach anderen Schätzungen um die 2000 Zuschauer verfolgten am Samstagabend den „Feuerzauber“ in Hafenlohr. Über etwa eine Dreiviertelstunde hinweg ließen sie sich von einem Musikfeuerwerk der besonderen Art verzaubern, einer großen Feuershow mit eigens dafür zusammengestellter Musikchoreografie.

    Statt dem befürchteten Regen konnten die Verantwortlichen bei Einbruch der Dunkelheit am VfB-Sportgelände am Main mit dem Funkenregen starten. Passend zur Musik wurden Feuerwerkskörper in den Himmel geschossen und vielfältige Pyro-Effekte wie Vulkane und Feuerräder direkt am Veranstaltungsort gezündet. Dazu bewegten sich auf einer Bühne eindrucksvoll Feuertänzer mit Fackeln und Funkenschleudern.

    Ein Feuerwerk in vielen Farben ließ dazu den Himmel über Hafenlohr erglühen und erstrahlen. Allein dies war schon ein pyrotechnisches Gesamtkunstwerk, das sich in vollem Glanz entfaltete. Hinzu kam synchron zu den Lichteffekten eine ausgewählte und technisch ausgereifte Musikbeschallung, wo sich jedes Stück perfekt in die Dramaturgie des Feuerwerks einfügte.

    Über ein Jahr hinweg hatte Charly Fischer aus Hafenlohr, der Initiator der Veranstaltung, an der Musik gefeilt. Dabei hatte er einen interessanten Wechsel zwischen Klassik, Oper, Pop und Rock zusammengestellt. „Ich mach mein Ding“ von Udo Lindenberg könnte Fischers persönliche Betrachtung zu dem Spektakel gewesen sein, „Sonne in der Nacht“ von Peter Maffay eine Analogie zum die Hafenlohrer Nacht erhellenden Feuerwerk.

    Immer wieder hatte sich „der Charly“ dazu mit Jürgen Mattis aus Steinfeld abgestimmt, der am Samstag mit seiner Firma Franken-Pyro für den feurigen Teil verantwortlich zeichnete und ein genau zur Musik passendes Feuerwerk entwickelte. So entstand eine packende gemeinsame Dramaturgie von Ton und Licht, einer einzigartige Vereinigung von Musik und Feuer.

    Dabei sind der Künstler Fischer und der Feuerwerkprofi Mattis ein eingespieltes Team, denn seit 2012 arbeiten sie schon bei „Boach in Flamme“ zusammen, das insgesamt viermal in Fischers Garten an der Hafenlohr stattfand. Die organisatorischen und finanziellen Risiken und Auflagen waren für einen Einzelnen nicht mehr zu stemmen, sodass die in „Feuerzauber“ umbenannte Veranstaltung erstmals in den Händen des VfB Hafenlohr lag.

    Rainer Obmann, im Vereinsvorstand zuständig für Veranstaltungen, begrüßte die Zuschauer und stimmte sie auf den „Feuerzauber“ ein. Er dankte den ehrenamtlichen Helfern beim Auf- und Abbau und an den Essens- und Getränkeständen sowie der Freiwilligen Feuerwehr Hafenlohr, ohne deren Einsatz die Show nicht hätte stattfinden können. Die Floriansjünger hatten zuvor die nächste Umgebung kräftig beregnet, sodass die Funken zwar im übertragenen Sinn auf die Gäste überspringen konnten, jedoch nicht tatsächlich auf die trockenen Felder.

    Wie schon die Jahre zuvor bei „Boach in Flamme“ waren auch diesmal die Zuschauer begeistert von dem grandiosen Spektakel. Nach dem „Feuerzauber“ waren nur positive Stimmen der „entflammten“ Zuschauer zu hören. Da es nicht so kalt wie bei den früheren Aufführungen war, blieben viele noch, um etwas zu essen oder zu trinken. Alle hofften, dass sich der „Feuerzauber“ im Jahr 2020 wiederholt.

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