• aktualisiert:

    Marktheidenfeld

    Fischers Fritz: (Geistes)Blitze in dunkler Nacht

    Heute müssen wir uns mal Gedanken über den fließenden Verkehr machen. Der hat seine Tücken.
    Macht sich so seine Gedanken, der Fischers Fritz aus Hädefeld.
    Foto: Main-Post

    Auf der Liste der größten Probleme der Menschheit folgt nach landläufiger Meinung hinter Katastrophen wie Krieg, Verfolgung und Klimawandel sehr rasch der Punkt innerörtlicher Verkehr. Denn zweifellos ist es ein Elend, wie unsere Verkehrsvorschriften in Grund und Boden gefahren werden. Würde der Fritz beim Blick aus dem Fenster eine Strichliste der Verstöße gegen die Einbahnregelung, das Parken gegen die Windrichtung und das Zuparken von Gehwegen führen, so könnte er allein an einem Tag ein weißes Blatt Papier in ein schwarz übersätes Gitternetz verwandeln.

    Aber schwafeln wir nicht so lange um den heißen Reifen herum, sondern werfen unseren Blick in eine Spessartgemeinde, die nicht das Glück hat, wie unser Hädefeld von kommunalen Verkehrsüberwachern engmaschig durchschlendert zu werden, sondern dem Verkehrsrowdytum hilflos ausgeliefert ist. Gerade in der Hauptstraße ist die Not groß und die Klage der Anwohner laut. So waren sich bei hereinbrechender Nacht die Bürgervertreter in ihrer Sitzung einig, dass Abhilfe nötig ist. Aber wie?

    Vor zwei Jahren schon hatte das Gremium mit sich und den Falschparkern gerungen, aber letztlich entschieden, dass man den ruhenden Verkehr ruhen lassen sollte, weil von der Ahndung der Parkverstöße nur die Einheimischen getroffen würden. Nun aber, da sich andernorts ein Zweckverband gegründet hat, der Rasern das rote Blitzlicht zeigt, wurde neu verhandelt. Doch das Problem ist das alte: Klar muss sein, dass die Ortsansässigen nicht abkassiert werden dürfen, sondern es die A3-Abkürzer mit ihren Lastern treffen muss.

    Viele Zeitfenster wurden diskutiert, die eigenen Strafzettel beklagt, bezweifelt, dass RadarWächter zu nachtschlafender Zeit arbeiten wollen. Letztlich wurde nur beschlossen, dass sich der Bürgermeister weiter schlau machen soll.  Keiner aber ist auf das Naheliegendste gekommen, wie es Hädefeld vorbildlich vormacht: Abends Poller hoch, morgens wieder runter. Dann wär Nachtruhe auf dem Eselsweg, glaubt Euer Fischers Fritz  

    Bearbeitet von Joachim Spies

    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!