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    Marktheidenfeld

    Fischers Fritz: Holger und die Nilgänse

    Fischers Fritz spricht aus und über Marktheidenfeld Foto: Main-Post

    Glücklich schätzen dürfen sich die Freien Wähler, dass sie mit Holger Seidel einen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl im kommenden Jahr gefunden haben. Die Kür des 48-Jährigen war nämlich keineswegs so einfach wie es das einstimmige Ergebnis vermuten lässt. Gleich zwei Hindernisse galt es für den Hädefelder FW-Ortsvorsitzenden in der "Schönen Aussicht" zu überwinden. Zum einen hatten sich im Saal, wo die Nominierungsversammlung stattfinden sollte, zwei ältere Herren breit gemacht, die beharrlich behaupteten, dass hier an dieser Stelle in Kürze eine hitzige Diskussion zum Thema Mainkaiparkplatz stattfinden werde.

    Wie sich erwies, hatten sich die Graubärtigen schlichtweg in der Adresse geirrt und trollten sich schließlich. Die hitzige Diskussion fand tatsächlich im "Mainblick" und zudem unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Bis heute hält zumindest offiziell das Schweigen um das verschwiegene Treffen. Vielleicht aber werden einige Details bekannt, wenn am kommenden Donnerstag im Stadtrat der Beschluss zur "Umwidmung des Mainkaiparkplatzes" auf der Tagesordnung steht. Wohin er gewidmet wird? Der Fritz weiß es nicht. Vielleicht kommt ja ein Zaun drum herum und oben drüber und es wird eine Nilgänsebesserungsanstalt daraus. Die Viecher mit der flotten Verdauung könnten durchaus etwas Benehmen lernen.

    Aber zurück zu Holger Seidel. Denn neben den beiden Störern hatte sich ein weiteres Hindernis auf dem Tisch aufgebaut, just an dem Platz, wo der Kandidat seine fulminante Rede zu schwingen beabsichtigte: ein Fahnenbanner in goldgelb mit der Aufschrift FDP. Das hatten die Liberalen natürlich schlau eingefädelt. Wer weiß, mit was sie die Bedienung bestochen hatten – aber einfacher als so wären sie natürlich nie zu einem Bürgermeisterkandidaten gekommen. Ihr Pech war, dass der Wirt den Irrtum rechtzeitig bemerkte und somit den Freien Wählern freie Bahn ließ. 

    Anzumerken sei, dass nicht nur der CSU mit der überraschenden Nominierung von Thomas Stamm ein Coup gelungen ist, sondern auch den Freien mit ihrem Holger Seidel. Der Vorsprung ist denkbar gering und noch weiß man nicht, ob dieser sich im März 2020 auch in den Stimmen widerspiegelt, aber zumindest im Alphabet hat Seidel dem Stamm schon mal eine Nasenlänge voraus. 

    Beim Stichwort Nase reizt zum Abschluss noch ein Blick nach Lohr, das ein Geruchsproblem plagt, wie zu lesen war. Hat vielleicht Schneewittchens Deo versagt oder sich das Horrorwittchen nicht die Füße gewaschen? Lohrs Zweite Bürgermeisterin Christine Kohnle-Weis spricht davon, dass die Zustände eine Belastung insbesondere für Menschen seien, die Probleme mit den Atemwegen haben. Das ist natürlich für eine Stadt, wo das neue Zentralkrankenhaus gebaut werden soll, ein gewisses Manko.  Andererseits betrifft solche Luftknappheit vor allem ältere Menschen. Die können ja gerne nach Hädefeld kommen. Hier ist die Luft hervorragend und in Sachen Geriatrie sind wir top, das haben wir sogar schriftlich, weiß Euer Fischers Fritz 

    Bearbeitet von Joachim Spies

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