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    Marktheidenfeld

    Fischers Fritz: Karibischer Regentanz

    Fischers Fritz spricht aus und über Marktheidenfeld Foto: Main-Post

    Nachdem am Freitag der Sommer mit Wolkenbruch, Blitz und Donner in die Stadt eingezogen ist, sehen wir nach "Sommer in der Stadt" mit großer Vorfreude an diesem Samstag der "Karibischen Nacht" in Hädefeld entgegen. Da lassen auch der Fritz und seine Frau die Hüften kreisen. Ja, es hat – wie unsere Bürgermeisterin Helga am Donnerstag in der Stadtratssitzung zu Recht erwähnte – "viele schöne Veranstaltungen" an diesem Wochenende. Viele davon im Freien. "Glück mit dem Wetter" wünschte ihnen die Chefin und ich schließe mich da natürlich an.

    Wenn man sich das Wetter kaufen könnte, dann hätte es die Stadt mit ihren Gewerbesteuereinnahmen leicht. So aber müssen wir es nehmen, wie es kommt. Genau betrachtet, kann sich der Hädefelder für seine sommerlichen Feiern aber auf lange Sicht kein besseres Wetter wünschen. Wenn die Temperaturen weiter steigen, wenn Hitze und Dürre alltäglich werden, dann werden in 20, 30 Jahren die Menschen froh über jeden Regenschauer sein. Vielleicht sagt dann Fritz jr. zu seiner Frau: "Komm, wir gehen zur Karibischen Nacht nach Hädefeld – hoffentlich regnet's wieder." 

    Sicher schon herumgesprochen hat sich, dass der Bürgermeisterkandidat der CSU, Thomas Stamm, seit Bekanntgabe seiner Kandidatur in jeder Stadtratssitzung sitzt. Ich vermute, er will sich von den Themen und den Abläufen ein Bild machen und seine Leidensfähigkeit erproben. Ob er zur nächsten Sitzung wieder kommt, ist allerdings ungewiss, nachdem ein gewisser Thomas E. am Donnerstag bei seiner Präsentation auf das Foto seines Bürgermeisters aus dem Baden-Württembergischen zeigte und meinte: "So jung sieht der heute nicht mehr aus – Sie wissen ja, dass jedes Bürgermeisterjahr doppelt zählt." Stamm zuckte merklich zusammen.

    Aber Stamm kann einiges anders machen, falls er denn gewählt wird. Das mit der Bürgerfragezeit zum Beispiel. Einmal im Quartal können Bürger in der Stadtratssitzung Fragen stellen zu Themen, die nicht Gegenstand der Tagesordnung sind. Fast immer herrscht dann Schweigen im Rund. Am Donnerstag war's wieder so. Mich wundert das nicht. Vielleicht sollte man diese Fragezeit einfach in die Mitteltorstraße verlegen, die – so hat dem Fritz jemand geschrieben – man durchaus auch in "Maulaffen-Straße" umbenennen könnte. Da gibt's bei Kaffee oder Schoppen den ganzen Tag über viel zu gucken, viel zu reden und zu politisieren. Bürgerfragen gibt es da jede Menge und hier dabei zu sein, das hält jung, auch wenn die Jahre doppelt zählen, weiß Euer Fischers Fritz    

    Bearbeitet von Joachim Spies

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