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    Marktheidenfeld

    Fit für die Arbeitswelt durch PQS

    Angehende Fachkräfte qualifiziert (von links): Jürgen König, Geschäftsführer Jobcenter Main-Spessart, Simone Huisl, Teamleiterin Jobcenter Main-Spessart, Narek Petrosyan (Warema), Christian Endres, Geschäftsleitung Personal Warema Renkhoff SE, Sedo Ahmad (P&G), Tobias Harth, Ausbildungsleiter Warema Renkhoff SE, Bakir Bakir (Warema), Mohamad Alali (P&G), Nour Aldin Bajbouj (Warema), Roland Dorn, Leiter bfz Würzburg, Elias Faris (P&G), Thomas Schäbler, Ausbildungsleiter Procter & Gamble, Katja Weih, IdA-Navigatorin Unterfranken, Vanessa Weick, IdA-Gesamtkoordinatorin Foto: Warema

    Bereits im dritten Durchgang von PQS, der „Praxis – Qualifizierung – Sprache“, haben die Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) am Standort Lohr junge Menschen mit Fluchthintergrund für die Ausbildung bei den Firmen Warema Renkhoff SE und Procter & Gamble Manufacturing GmbH fit gemacht. Charakteristisch für PQS ist eine vorgeschaltete Maßnahme im Umfang eines halben Jahres (September bis Februar), die Lehrveranstaltungen mit berufsbezogenem Deutsch, berufspraktische Übungen und Praktika beinhaltet. Eine Einstiegsqualifizierung bei den Firmen knüpft daran an, um die Teilnehmer in weiteren sechs Monaten (März-August) gezielt auf die Ausbildung vorzubereiten. Gefördert wird die Maßnahme durch das Jobcenter Main-Spessart, wie der Pressemitteilung der Firma Warema zu entnehmen ist.  

    Dass PQS nachhaltige Früchte trägt, zeigen die frischgebackenen Industrieelektriker, Verfahrensmechaniker und Fachlageristen, die vor kurzem von Warema sowie Procter & Gamble von einem Ausbildungsverhältnis in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen werden konnten.  

    Die Absolventen sind sich einig: Die größte Schwierigkeit während der Ausbildung ist die deutsche Sprache, allen voran die Fachbegriffe in der Berufsschule und im Betrieb. Durch Unterstützung und Nachhilfeunterricht im und außerhalb des Betriebs war es durch Fleiß und Engagement jedoch möglich, die Ausbildung zu meistern. „Für diese Chance sind wir sehr dankbar“, laute das Resümee der angehenden Fachkräfte, so die Mitteilung.  

    Christian Endres, Geschäftsleitung Personal bei Warema: „Die Ausbildung von Menschen mit Fluchthintergrund hilft zum einen ganz direkt und nachhaltig den betroffenen Menschen. Darüber hinaus ist die Integration aber auch für unsere gesamte Belegschaft eine wertvolle Erfahrung. Die direkte und unmittelbare Zusammenarbeit mit Menschen aus anderen Kulturkreisen hilft bei Abbau von Vorurteilen und ist ein zentraler Mehrwert für eine lebendige und bunte Unternehmenskultur bei Warema.“  

    Tobias Harth, Ausbildungsleiter von Warema: „Auch die dritte PQS-Maßnahme war für alle Teilnehmer, Auszubildenden und uns Ausbilder wieder eine Bereicherung und eine neue wunderbare Lernerfahrung. Es ist schön zu sehen, wie wir alle an diesem Projekt gewachsen sind und nun schon die ersten Teilnehmer die Abschlussprüfungen der Ausbildung sehr erfolgreich gemeistert haben.“

    Thomas Schäbler, Ausbildungsleiter Procter & Gamble: „Mit dem Ausbildungsabschluss der ersten Teilnehmer des PQS-Projektes haben wir unser Ziel der Integration von Personen mit Fluchthintergrund durch eine duale Ausbildung erfolgreich beendet. Für unsere beiden syrischen Absolventen bedeutet dies einen anerkannten Facharbeiterabschluss und alle beruflichen Aufstiegsmöglichkeiten. Für uns als Unternehmen Procter & Gamble ist dieses Projekt eine weitere erfolgreiche Maßnahme für die Sicherung unseres Fachkräftebedarfes.“

    Jürgen König, Geschäftsführer Jobcenter Main-Spessart: „Sehr förderlich für die Integration von Flüchtlingen in unsere Gesellschaft, ist die Integration in den Arbeitsmarkt, Integration in Ausbildung und in Arbeit. Dabei ist die Integration kein Selbstläufer. Voraussetzung ist neben dem Engagement aller beteiligten Akteure auch eine konzeptionelle Vorgehensweise, die auf die spezifische Situation dieser Klientel Rücksicht nimmt. Menschen mit Fluchthintergrund können durchaus einen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten. Im Ergebnis ist das Projekt ein Gewinn für alle Beteiligten.“

    Roland Dorn, Leiter der Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft bfz Würzburg: „Mit PQS konnten wir eine Maßnahme mit Modellcharakter schaffen, die einerseits die Herausforderungen der Teilnehmer berücksichtigt  und andererseits den Firmen die passgenaue Unterstützung bei der Ausbildung von Menschen mit Fluchthintergrund bietet. Integration braucht einen langen Atem. Mit den ersten Absolventen aus PQS sehen wir jetzt das Ergebnis und darauf sind wir stolz!“

    Bearbeitet von Andreas Köster

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