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    Zellingen

    Flurgrenzen werden jetzt regelmäßig kontrolliert

    Regelmäßig werden im Markt Zellingen künftig die Wege- und Flurgrenzen kontrolliert. Geplant sind gemeinsame Überprüfungen durch die Jagdgenossen und Feldgeschworene, bei denen die Grenzsteine gesucht und mit dem gemeindlichen GPS-Gerät auf die korrekte Position überprüft werden. Ziel ist, dass jeder Ortsteil innerhalb von zehn Jahren einmal vollständig überprüft wird. Einen entsprechenden Antrag hatte Gemeinderat Günther Krönert eingereicht.

    Besonders bei Bürgerversammlungen in Duttenbrunn war schon mehrfach das Thema angeschnitten worden, dass Gräben und Wege in der Flur über die Jahre "verschwanden", etwa durch umpflügen. Der Gemeinde fielen bei öffentlichen Baumaßnahmen auch teils heftige Grenzverschiebungen auf, so verlief im Bereich des Hochbehälters in Duttenbrunn ein gemeindlicher Weg nicht mehr im anliegenden Privatwald, sondern in einem privaten Acker.

    Günther Krönert hatte vorgeschlagen, je Ortsteil jährlich mindestens zwei Flurlagen für die Kontrollen auszuwählen, in denen die Grenzsteine in Zusammenarbeit mit den Grundstücksbesitzern durch Feldgeschworene und Jagdgenossen geprüft werden. Der Gemeinderat änderte das auf eine vollständige Überprüfung aller Flurlagen eines Ortsteils binnen einer Dekade ab.

    Bürgermeister Wieland Gsell erwähnte in der Sitzung lobend des ehrenamtliche Engagement des früheren Gemeinderates Alfred Günther, der Holzschilder mit den Flurnamen fertigte, die vielerorts bereits aufgestellt wurden.

    Keine Änderung gibt es bei den Wegewarten. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, diese Aufgaben für alle Ortsteile einem neuen Mitarbeiter im gemeindlichen Bauhof zu übertragen. Das stieß im Gemeinderat wegen der erheblichen Arbeitsbelastung und weil sich ein Wegewart vor Ort gut auskennen sollte, nicht auf Zustimmung.

    Somit gilt weiter, dass der Wegewart für den Ortsteil Retzbach Alexander Konrad ist. Er wurde von den Jagdgenossen vorgeschlagen und vom Gemeinderat so beschlossen. Für den Ortsteil Zellingen wurde die Aufgabe dem neuem Bauhof-Mitarbeiter Edgar Hartmann übertragen. Im Ortsteil Duttenbrunn nimmt Günther Krönert als Vorstand der Jagdgenossen die Aufgaben des Wegewarts selbst wahr.

    Generell ist die Gemeinde aufgrund des Bayerischen Straßen- und Wegegesetzes Baulastträger für ausgebaute öffentliche Feld- und Waldwege. Für nichtausgebaute öffentliche Wege liegt die Baulast bei denjenigen, deren Grundstücke über die Wege bewirtschaftet werden. Überwiegen sind das die Jagdgenossen. Weil der Markt Zellingen aber auch der "größte Jagdgenosse" ist, zahlt er an die Jagdgenossenschaften jährlich Zuschüsse für die Wegeunterhaltung.

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