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    MARKTHEIDENFELD

    Fos/Bos-Entlassfeier: Echte Beziehungen nur analog möglich

    Die erfolgreichen Absolventen an der FOS/BOS Marktheidenfeld stellten sich zum Gruppenfoto. Foto: Susanne Feistle

    Voll besetzt war die Aula der Realschule Marktheidenfeld am Donnerstagabend, als dort die Abschlussfeier der Beruflichen Oberschule (FOS/BOS) stattfand. Michelle Broll und Marie Wehr stimmten mit „If I Ain?t Got You“ von Alicia Keys musikalisch in den Abend ein.

    Schulleiter Gerd Dobesch stellte in seiner Rede die Überlegung an, ob die Digitalisierung als Gespenst oder als Chance anzusehen sei. Ein nahliegendes Thema fand er, da die Absolventen hautnah betroffen seien. Ihre Generation sei mit dem Smartphone aufgewachsen und sie nutzten es täglich, stündlich und minütlich und die Arbeitswelt verlange den Umgang mit der Digitalisierung. Und trotzdem legte er seinen Schützlingen nahe, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen und sich immer weiter fortzubilden, aber auch darauf zu achten, dass neben aller digitaler Kommunikation das analoge Leben nicht zu kurz kommt. „Wirkliche Beziehungen zwischen wirklichen Menschen können nur analog funktionieren und unsere Gesellschaft braucht diese analogen Beziehungen“.

    Freude über neuen Zweig

    Er freute sich über den neuen Zweig „Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie“ an der Schule und über das inzwischen sehr ansehnliche Schulgebäude mit guten räumlichen Voraussetzungen und guter Ausstattung. „Demnächst können wir uns mit der Bibliothek und den neuen Pausenhof noch über zwei weitere Schmuckkästchen freuen“. Er machte deutlich: „Sagen sie weiter, dass es einen Weg gibt, ohne das Gymnasium zum Abitur zu kommen, und sagen sie auch, dass eine kleine Schule Vorteile hat, auch wenn sie nicht in Aschaffenburg oder Würzburg steht.“

    Elternvertreter Thorsten Preis gab den jungen Erwachsenen mit auf den Weg, dass das „Hotel Mama“ jetzt geschlossen werde, aber dass die Familie auch weiter als Stützpfeiler da sein werde. Er legte ihnen nahe, ihre Träume zu verwirklichen, nie den Glauben an sich selbst zu verlieren und keine Angst vor Fehlern zu haben. „Fallt hin und steht wieder auf. Mischt euch ein und traut euch, aber handelt dabei immer fair“.

    Die Mitglieder der Schülermitverwaltung, die dieses Jahr das Motto „Harry Potter“ gewählt hatten, berichteten, dass sie sich bezüglich der Noten manchmal die Kraft zum Zaubern gewünscht hätten. Außerdem verglichen sie ihre Situation mit Fußball-Weltmeisterschaft. Eltern, die vom Spielfeldrand zujubeln, und Lehrer als gute Trainer. „Wir sind alle Sieger und haben uns den Stern auf dem Trikot verdient“.

    Nach einer musikalischen Einlage von Michelle Broll und Roland Mayer erfolgte die Zeugnisübergabe der Fachhochschulreife. Bevor die Schüler ihre Zeugnisse der Hochschulreife in Empfang nehmen konnten, zeigten die Schüler Philipp Richter und Tim Suchy in einer Video-Show, wie sie ihre Klassenzimmertür im Laufe des Schuljahres mit speziellen Plakaten und Bildern ihrer Lehrer verschönert haben.

    Die Jahrgangsbesten

    Nach einem Musikstück von Kristina Maier und Celine Kümmeth erfolgte die Auszeichnung der Jahrgangsbesten: FOS 12: Lissi Bauer (Notendurchschnitt 1,8/T12), Jill Zügner (1,2/W12b), Justin Lautenbach (1,3/S12b). FOS 13: Lena Sitzmann (1,6/W). BOS 12: Sebastian Völker (1,3/T) und Simon Frauhammer (1,5/W).

    Zusätzlich wurden Jill Zügner als Bester der FOS und Sebastian Völker als Bester der BOS durch den Förderverein geehrt.

    Zum Abschluss sang Michelle Broll „Rolling in the Deep“ von Adele, begleitet von Roland Mayer an der Gitarre.

    sfe

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