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    Marktheidenfeld

    Fragen und Antworten bei der Nacht der Ausbildung

    Der zehnjährige Simon aus Marktheidenfeld nutzte die Führung durch die Produktionshalle zum Staplerfahren. Foto: Susanne Feistle

    "Wie ist die Ausbildung?" "Wie viel verdient man da?" oder aber: "Braucht man da Englisch?", waren Fragen bei der Nacht der Ausbildung bei Procter & Gamble in Marktheidenfeld. Überhaupt wurden von den rund 450 Besuchern viele Fragen gestellt  – jedoch oft von den Eltern, da sich die Jugendlichen meist etwas zurückhaltender zeigten.

    Besonders in der Ausbildungswerkstatt konnten sie viel selbst ausprobieren. Die 14-jährige Marlen aus Kreuzwertheim gravierte ihren Namen in einen Schlüsselanhänger und stellte dabei fest, dass das was ganz anderes wie Schreiben sei: "Interessant, ein Gefühl dafür zu bekommen", sagte sie. Der achtjährige Sebastian aus Karbach lötete voller Konzentration eine Elektronikfigur. Seine 13-jährige Schwester Helena hingegen interessiert sich "nicht so sehr für das Technische".

    Das besondere des Abends war auch, dass man direkt mit den Auszubildenden über ihre Erfahrungen sprechen konnte. So erklärte Timo Endres, der im ersten Ausbildungsjahr als Mechatroniker ist, dass er den BWR-Zweig in der Schule hatte, sich trotzdem für den technischen Beruf beworben habe und seinen Wunschberuf dann auch bekommen hat. "Ich hatte schon Angst, ich lande im Büro", erzählte er lachend, während er mit den Besuchern Schlüsselanhänger fertigstellte.

    Im Gegenzug berichteten die Auszubildenden zur Industriekauffrau, dass man auch mit dem mathematischen Zweig eine kaufmännische Ausbildung machen könne. Jonas Rohrmüller, der gerade ausgelernt hat und seinen Wunscharbeitsplatz bekommen hat, gab den vielleicht zukünftigen Azubis den Tipp: "Fragt nach und zeigt Interesse".

    Führung durch die Produktionshalle

    Neben der klassischen Ausbildung konnte man sich aber auch über Praktika, Studiengänge oder freie Stellen informieren. Ausbildungsleiter Thomas Schäbler räumte mit dem Vorurteil auf, dass nur Angehörige der Procter & Gamble eine Chance hätten. Jeder der die Voraussetzungen erfülle, bekäme auch die Einladung zum Einstellungstest und im Anschluss eventuell zum persönlichen Vorstellungsgespräch. "Wir treffen sachlich fundierte Entscheidungen" und weiter: "Rund 15 Prozent, die einen Ausbildungsplatz bekommen sind Mitarbeiterkinder, heißt aber im Umkehrschluss auch, dass 85 Prozent noch keinen Bezug zu Procter & Gamble haben".

    Bei einer Führung durch die Produktionshalle konnte man unter anderen zuschauen, wie verschiedene Kunststoffteile für die Zahnbürste hergestellt werden und Gabelstapler fahren. Viele zeigten sich beeindruckt über die Höhe des vollautomatischen Hochregallagers. Es waren auch einige Partnerunternehmen in den Aktionstag eingebunden. Am Fahrsimulator konnte man seine Fahrtauglichkeit testen und beim Reha-Train ausprobieren, wie lange man den Unterarmstütz halten kann.

    Die 14-jährige Marlen aus Kreuzwertheim nutzte die Nacht der Ausbildung, um einen Schlüsselanhänger zu gravieren. Foto: Susanne Feistle

    Bearbeitet von Susanne Feistle

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